Sehr geehrter Herr Professor!

So 1 peinlich es mir war, Sie auf meine Antwort 2 bis heute warten zu lassen, so lohnend anderseits erwies sich mein Verfahren wider den Verleger u. das Resultat! Es hat mich nämlich empört, daß er auch an Ihnen die Gemeinheit des Nichtantwortens verübte, wo er Ihnen gegenüber doch auch schon nach seinen Begriffen Anerkennung zum Ausdruck hätte bringen sollen. 3 Freilich konnte nur ich allein wissen, weshalb diesmal der Verleger scheinbar gar so unkaufmännisch, so wenig auf Rezension [?ergicht] sich verhielt : nachdem er an recht vielen Bespielen bemerkt hat, daß ich durch ihn auf meine eigene Rechnung (freilich etwas reduzierte) dies oder jenes von mir schicken lasse – ihm gegenüber halte ich mich so unabhängig, daß ich Geschenke bezw. Gegengeschenke an Nichtmusiker eben selbst bezahle, statt sie, was sonst üblich ist, einfach wie Rezensionsexemplare zu fordern -, dachte er bei sich, am Ende würde ich selbst auch die Kosten der Rez ex. an Sie auf mich nehmen, was ihm nun doppelten Vorteil (meiner u. Ihrerseits) eingebracht hätte. Sie können sich denken, daß ein Kopf, wie der eines solchen Verlegers, außerstande ist zu begreifen, daß für unsereinen gar keine besondere Röntgenisierungskraft dazu gehört, sein Nutzenseelchen zu durchleuchten; er kanns nicht fassen, daß ich seine Schlauheit zunächst doch {2} als Frucht einer bloßen Unfähigkeit erkenne, zwischen einem Ihnen vor allem zukommenden Rezensionsexemplar u. einem Gegengeschenk an einen Nichtmusikalischen zu unterscheiden.

Um nun die Gemeinheit ad absurdum zu führen u. zu strafen, griff ich sofort nach Erhalt Ihres l. Schreibens ein, 4 indem ich dem Verleger ein Briefchen schrieb. Der arme Tropf hat aber auch dieses nicht beantwortet, was ich schon zum voraus wissen konnte. So habe ich dann endlich den Käfer, der sich todt stellen wollte, plötzlich anders gepackt u. ihn lebendig gemacht : ich schrieb ihm eine recom. Karte, so in meiner Art („ich vermisse u.s.w.“), u. auf diesen derberen Griff hin lockerte sich sein Gehirn . . Heute erhalte ich von ihm die Mitteilung, daß er an Sie alle meine anderen Arbeiten geschickt hat. 5 (Nebenbei will er von Ihnen einen Brief überhaupt nicht erhalten haben (!! Lüge), der meinige soll ihn angeblich unrecht (!) u. auch „überbürdet“ angetroffen haben .u. was derlei Verlegeridiotismen mehr [?sind]. Das Ergötzlichste aber an der ganzen Sache ist, daß er zu mir im Ganzen eine sog. gute Beziehung unterhält, u. mir sogar wegen der „Kl. Bibl.“ ein Jahresanbot machte! Schade nur, daß das Herausoperieren von solchem kleinen „Nutz“forumkerle kostbarste Zeit vergeudet! Neugierig wäre ich, wie der selige Herakles mit – Verlegern fertig geworden wäre! Ich schwimme für die Keule!

Zur Sendung selbst habe ich nur zu bemerken, daß H. Niloff, d.h. {3} ich selbst, diese Kleinigkeit aus Erbarmen für seine Schüler u. für die Kritiker der Tageszeitungen in Wien , vor vielen, vielen Jahren verfertigt hat, die – ich habe es selbst erlebt ! - engl. [?tirner] auch also „gestopft“ in ihren Referaten bewendet haben, S. Bach's Klarinetten in alle Himmel hoben. Zum Überfluß schenkte ich diese Kleinigkeit dem Verleger buchstäblich u. bedang mir nur aus, daß sie nicht teuerer als mit 1 Kr. 20 verkauft werde. 6 Sie wurde mehrfach übersetzt – mit der Harm. u. Kontrap. lehre wird es wohl kaum hergehen -, in mehreren Aufl. ausgegeben.

Auf das, was ich in den Beilagen zum Heft der Zeitschrift gefunden, komme ich, bis ich nur II2 endgiltig abgeschlossen habe, noch zurück. Das Heft des „Neuen Österr. “, von dem nur übrigens vorgestern ein Schüler von mir selbst erzählte, habe ich bestellt. 7 Von Ihnen besitze ich schon seit Langem, wie ich es schon geschrieben zu haben glaube, das Buch über Bruckner („Zwischen zwei Kulturen“ 8 ), habe Sie sonst immer eifrig gelesen, was ich Sie nur fand. Sie würden mich sehr verbinden, wenn Sie mir mit 2 Zeilen – schonen Sie bitte Ihre Zeit! – zur Kenntnis brächten, auf welche Arbeiten Sie selbst Wert legen u. ich schaffe Sie mir an, denn daß Sie Kosten tragen, wäre mir ein peinlicher Gedanke.

Bezüglich des „Volks“ 9 nur dieses : jedem Schüler gegenüber verfahre ich so, als wäre er zu höchstem, künstlerisch u. menschlich, berufen. An mir selbst spare ich also durchaus nicht, u. so mündet {4} dieses Verfahren doch auch in den Gedanken Kant's, den Sie zitieren. Gewissermaßen ist das „praktische Vernunft“, – sie hebt aber die „reine“ nicht auf, und vor dieser besteht das „Volk“ mir leider in einem anderen, viel schlechteren Sinne, als man es heute auch nur ahnt, wobei ich unter Volk oben und unten der „Stände“ verstehe.


Mit besten Grüßen an Sie
Ihr ergebener
[signed:] H Schenker 7. Februar 1918

© Transcription Lee Rothfarb, 2006



Dear Professor!

As 1 distressing as it was for me to make you wait until today for my reply, 2 my scheme against the publisher and the result, on the other hand, proved as rewarding! I was outraged that he showed the snideness of not answering you when from his perspective he certainly should have expressed to you his acknowledgment. 3 Of course only I alone could know why the publisher apparently behaved in so unbusinesslike a manner this time, so little [?concerned] about reviews. After he noticed, based on quite a few instances, that through him I have this or that sent to me at my expense (somewhat discounted of course) – I conduct myself so independently with respect to him that I just pay for the gifts and reciprocity gifts for non-musicians myself, instead of requesting them as review copies, which is otherwise normal – he thought to himself in the end that I would also take upon myself the cost of the review copies for you, which would have netted for him a double advantage (on my part and yours). You can imagine that a mind like that of a publisher is incapable of grasping that for the likes of us no special X-ray power is required to illuminate his exploitative little soul. He cannot grasp that I recognize his cleverness {2} as the product of a simple inability to distinguish between a review copy to which you are certainly entitled and a reciprocity gift for a non-musician.

Now to take the snideness to absurdity in order to punish it, I immediately intervened after receiving your first letter 4 by writing a little letter to the publisher. But the poor nitwit did not answer that either, which I could have predicted. So, I then finally grabbed hold of the insect, which wanted to play dead, in a different way and revived him. I sent him a return-receipt card in my style ("I am lacking, etc."), and his brain loosened up owing to that crude means. Today I receive from him the notification that he sent all my other works to you. 5 (At the same time he asserts that he has not received a letter from you at all. (!! lie), and mine is ostensibly supposed to have struck him as unjustified (!) and also "overburdened," and whatever other such publisher's idiocies there [?are]. But the most amusing aspect of the whole thing is that on the whole he maintains a so-called good relationship with me, and in connection with the Little Library even gave me a yearly deal! It is a shame, though, that the surgical removal of such a petty [?profit seeker] wastes most precious time. I would be curious how the blessed Hercules would have fared with publishers ! I enthuse about the cudgel!

For the shipment itself, I remark only that H. Niloff i.e. {3} I myself, manufactured this little trifle many, many years ago out of pity for his pupils and for the critics of the daily newspapers in Vienna, who – I experienced it myself! – have used English [?terms] such as "stopped" in their reviews, [and have] praised Johann Sebastian Bach's clarinets to all the Heavens. In the deal, I made a gift of this trifle literally to the publisher and stipulated only that it be sold no more expensively than 1 Krone 20. 6 It was translated many times – it will hardly run the same with the Harmony and Counterpoint manuals – [and was] issued in several editions.

I will yet return to what I found in the supplements of the journal issue only after I have definitively concluded II/2. I have ordered the issue of New Austria , about which a student told me only the day before yesterday. 7 As I believe I have already written, I have owned your book on Bruckner (Between Two Cultures 8 ) for some time, [and] have always otherwise eagerly read whatever I found of yours. You would put me much into your debt if with a couple of lines – safeguard your time! – you would bring to my attention which works you value, and I will purchase them. For the idea of your bearing the cost would be distressing to me.

With regard to the "folk," 9 just this: I treat every student as though he were qualified to the highest level, artisitically and humanly. I spare absolutely nothing when it comes to myself, and thus the process also {4} ends up in the idea of Kant that you quote. To a certain extent that is "practical reason" – but it does not suspend "pure" reason, and prior to that, for me the "folk" exists unfortunately in a different, much worse sense than people suspect today, where by folk I understand above and below the "social estates."


With best wishes to you,
Yours truly,
[signed:] H. Schenker February 7, 1918

© Translation Lee Rothfarb, 2006



Sehr geehrter Herr Professor!

So 1 peinlich es mir war, Sie auf meine Antwort 2 bis heute warten zu lassen, so lohnend anderseits erwies sich mein Verfahren wider den Verleger u. das Resultat! Es hat mich nämlich empört, daß er auch an Ihnen die Gemeinheit des Nichtantwortens verübte, wo er Ihnen gegenüber doch auch schon nach seinen Begriffen Anerkennung zum Ausdruck hätte bringen sollen. 3 Freilich konnte nur ich allein wissen, weshalb diesmal der Verleger scheinbar gar so unkaufmännisch, so wenig auf Rezension [?ergicht] sich verhielt : nachdem er an recht vielen Bespielen bemerkt hat, daß ich durch ihn auf meine eigene Rechnung (freilich etwas reduzierte) dies oder jenes von mir schicken lasse – ihm gegenüber halte ich mich so unabhängig, daß ich Geschenke bezw. Gegengeschenke an Nichtmusiker eben selbst bezahle, statt sie, was sonst üblich ist, einfach wie Rezensionsexemplare zu fordern -, dachte er bei sich, am Ende würde ich selbst auch die Kosten der Rez ex. an Sie auf mich nehmen, was ihm nun doppelten Vorteil (meiner u. Ihrerseits) eingebracht hätte. Sie können sich denken, daß ein Kopf, wie der eines solchen Verlegers, außerstande ist zu begreifen, daß für unsereinen gar keine besondere Röntgenisierungskraft dazu gehört, sein Nutzenseelchen zu durchleuchten; er kanns nicht fassen, daß ich seine Schlauheit zunächst doch {2} als Frucht einer bloßen Unfähigkeit erkenne, zwischen einem Ihnen vor allem zukommenden Rezensionsexemplar u. einem Gegengeschenk an einen Nichtmusikalischen zu unterscheiden.

Um nun die Gemeinheit ad absurdum zu führen u. zu strafen, griff ich sofort nach Erhalt Ihres l. Schreibens ein, 4 indem ich dem Verleger ein Briefchen schrieb. Der arme Tropf hat aber auch dieses nicht beantwortet, was ich schon zum voraus wissen konnte. So habe ich dann endlich den Käfer, der sich todt stellen wollte, plötzlich anders gepackt u. ihn lebendig gemacht : ich schrieb ihm eine recom. Karte, so in meiner Art („ich vermisse u.s.w.“), u. auf diesen derberen Griff hin lockerte sich sein Gehirn . . Heute erhalte ich von ihm die Mitteilung, daß er an Sie alle meine anderen Arbeiten geschickt hat. 5 (Nebenbei will er von Ihnen einen Brief überhaupt nicht erhalten haben (!! Lüge), der meinige soll ihn angeblich unrecht (!) u. auch „überbürdet“ angetroffen haben .u. was derlei Verlegeridiotismen mehr [?sind]. Das Ergötzlichste aber an der ganzen Sache ist, daß er zu mir im Ganzen eine sog. gute Beziehung unterhält, u. mir sogar wegen der „Kl. Bibl.“ ein Jahresanbot machte! Schade nur, daß das Herausoperieren von solchem kleinen „Nutz“forumkerle kostbarste Zeit vergeudet! Neugierig wäre ich, wie der selige Herakles mit – Verlegern fertig geworden wäre! Ich schwimme für die Keule!

Zur Sendung selbst habe ich nur zu bemerken, daß H. Niloff, d.h. {3} ich selbst, diese Kleinigkeit aus Erbarmen für seine Schüler u. für die Kritiker der Tageszeitungen in Wien , vor vielen, vielen Jahren verfertigt hat, die – ich habe es selbst erlebt ! - engl. [?tirner] auch also „gestopft“ in ihren Referaten bewendet haben, S. Bach's Klarinetten in alle Himmel hoben. Zum Überfluß schenkte ich diese Kleinigkeit dem Verleger buchstäblich u. bedang mir nur aus, daß sie nicht teuerer als mit 1 Kr. 20 verkauft werde. 6 Sie wurde mehrfach übersetzt – mit der Harm. u. Kontrap. lehre wird es wohl kaum hergehen -, in mehreren Aufl. ausgegeben.

Auf das, was ich in den Beilagen zum Heft der Zeitschrift gefunden, komme ich, bis ich nur II2 endgiltig abgeschlossen habe, noch zurück. Das Heft des „Neuen Österr. “, von dem nur übrigens vorgestern ein Schüler von mir selbst erzählte, habe ich bestellt. 7 Von Ihnen besitze ich schon seit Langem, wie ich es schon geschrieben zu haben glaube, das Buch über Bruckner („Zwischen zwei Kulturen“ 8 ), habe Sie sonst immer eifrig gelesen, was ich Sie nur fand. Sie würden mich sehr verbinden, wenn Sie mir mit 2 Zeilen – schonen Sie bitte Ihre Zeit! – zur Kenntnis brächten, auf welche Arbeiten Sie selbst Wert legen u. ich schaffe Sie mir an, denn daß Sie Kosten tragen, wäre mir ein peinlicher Gedanke.

Bezüglich des „Volks“ 9 nur dieses : jedem Schüler gegenüber verfahre ich so, als wäre er zu höchstem, künstlerisch u. menschlich, berufen. An mir selbst spare ich also durchaus nicht, u. so mündet {4} dieses Verfahren doch auch in den Gedanken Kant's, den Sie zitieren. Gewissermaßen ist das „praktische Vernunft“, – sie hebt aber die „reine“ nicht auf, und vor dieser besteht das „Volk“ mir leider in einem anderen, viel schlechteren Sinne, als man es heute auch nur ahnt, wobei ich unter Volk oben und unten der „Stände“ verstehe.


Mit besten Grüßen an Sie
Ihr ergebener
[signed:] H Schenker 7. Februar 1918

© Transcription Lee Rothfarb, 2006



Dear Professor!

As 1 distressing as it was for me to make you wait until today for my reply, 2 my scheme against the publisher and the result, on the other hand, proved as rewarding! I was outraged that he showed the snideness of not answering you when from his perspective he certainly should have expressed to you his acknowledgment. 3 Of course only I alone could know why the publisher apparently behaved in so unbusinesslike a manner this time, so little [?concerned] about reviews. After he noticed, based on quite a few instances, that through him I have this or that sent to me at my expense (somewhat discounted of course) – I conduct myself so independently with respect to him that I just pay for the gifts and reciprocity gifts for non-musicians myself, instead of requesting them as review copies, which is otherwise normal – he thought to himself in the end that I would also take upon myself the cost of the review copies for you, which would have netted for him a double advantage (on my part and yours). You can imagine that a mind like that of a publisher is incapable of grasping that for the likes of us no special X-ray power is required to illuminate his exploitative little soul. He cannot grasp that I recognize his cleverness {2} as the product of a simple inability to distinguish between a review copy to which you are certainly entitled and a reciprocity gift for a non-musician.

Now to take the snideness to absurdity in order to punish it, I immediately intervened after receiving your first letter 4 by writing a little letter to the publisher. But the poor nitwit did not answer that either, which I could have predicted. So, I then finally grabbed hold of the insect, which wanted to play dead, in a different way and revived him. I sent him a return-receipt card in my style ("I am lacking, etc."), and his brain loosened up owing to that crude means. Today I receive from him the notification that he sent all my other works to you. 5 (At the same time he asserts that he has not received a letter from you at all. (!! lie), and mine is ostensibly supposed to have struck him as unjustified (!) and also "overburdened," and whatever other such publisher's idiocies there [?are]. But the most amusing aspect of the whole thing is that on the whole he maintains a so-called good relationship with me, and in connection with the Little Library even gave me a yearly deal! It is a shame, though, that the surgical removal of such a petty [?profit seeker] wastes most precious time. I would be curious how the blessed Hercules would have fared with publishers ! I enthuse about the cudgel!

For the shipment itself, I remark only that H. Niloff i.e. {3} I myself, manufactured this little trifle many, many years ago out of pity for his pupils and for the critics of the daily newspapers in Vienna, who – I experienced it myself! – have used English [?terms] such as "stopped" in their reviews, [and have] praised Johann Sebastian Bach's clarinets to all the Heavens. In the deal, I made a gift of this trifle literally to the publisher and stipulated only that it be sold no more expensively than 1 Krone 20. 6 It was translated many times – it will hardly run the same with the Harmony and Counterpoint manuals – [and was] issued in several editions.

I will yet return to what I found in the supplements of the journal issue only after I have definitively concluded II/2. I have ordered the issue of New Austria , about which a student told me only the day before yesterday. 7 As I believe I have already written, I have owned your book on Bruckner (Between Two Cultures 8 ) for some time, [and] have always otherwise eagerly read whatever I found of yours. You would put me much into your debt if with a couple of lines – safeguard your time! – you would bring to my attention which works you value, and I will purchase them. For the idea of your bearing the cost would be distressing to me.

With regard to the "folk," 9 just this: I treat every student as though he were qualified to the highest level, artisitically and humanly. I spare absolutely nothing when it comes to myself, and thus the process also {4} ends up in the idea of Kant that you quote. To a certain extent that is "practical reason" – but it does not suspend "pure" reason, and prior to that, for me the "folk" exists unfortunately in a different, much worse sense than people suspect today, where by folk I understand above and below the "social estates."


With best wishes to you,
Yours truly,
[signed:] H. Schenker February 7, 1918

© Translation Lee Rothfarb, 2006

Footnotes

1 Writing of this letter is recorded in Schenker's diary at OJ 2/10, pp. 837-838, February 7, 1918: "An Halm (Br.): erzähle, wie ich mit Hertzka verfuhr u. ihn dazu brachte, die Rezensionsexemplare abzuschicken; wäre neugierig, meinte ich an einer Stelle des Briefes, wie die selige Herakles mit den Verlegern fertig geworden wäre – ich schwärme für die Keule." ("To Halm (letter): I explain how I am progressing with Hertzka and have induced him to send off the review copies. I am quite curious, as I opine at one point in the letter, [about] how the blessed Heracles would have dealt with the publishers – I enthuse about the cudgel.").

2 i.e. to OJ 11/35, 7, January 20 1918.

3 Schenker is talking of UE here. He sends a postcard to Hertzka on July 8, 1917 (WSLB 288) asking him to send Halm copies of his "Beethoven editions" for review in "his journal (Jena: Diederich)"; refers to Halm again on November 30 and December 6 (WSLB 290, 291); writes a letter on January 30, 1918 (WSLB 292) saying that Halm has written to UE requesting the Beethoven volumes but has received nothing, and asking that copies of Beethovens Neunte Sinfonie, the keyboard works of C. P. E. Bach, the second edition of the Beitrag zur Ornamentik, the arrangements of Handel organ concertos, and the Niloff, Instrumentations-Tabelle be sent to Halm; and a postcard to UE on February 5. The language of these communications reflects Schenker's remarks in the current letter. Postcards from Hertzka to Schenker exist for July 12, September 4, December 5, 1917, and February 5, 1918 (OC 52/ 200, 407, 202, 203). No parallel correspondence with Cotta exists for this period of time (cf. remark in DLA 69.930/1, July 18, 1917).

4 probably OJ 11/35, 7, January 20, 1917.

5 Postal receipt for return-receipt postcard from Schenker: OC 52/204, February 5, 1918; Hertzka to Schenker: OC 52/203, February 5, 1918.

6 Schenker prescribed a figure of 1.20 Kroner in dealings with Doblinger (presumably the recipient of the largesse referred to here), in a conversation on September 13, 1906 (diary, OJ 1/5, p.19), stipulating that he receive gratis scores of Mahler and Bruckner in return. Nothing came of this negotiation. UE's contract forNiloff lays down that: "The Table shall not have a shop price of more than 1.- Mk." (OC 52/421, June 30, 1908); but later, when Schenker sought to expand the work and Hertzka resisted on cost grounds, Schenker replied: "I do not think it immoderate of me to contend that this opus ought now clearly to be sold for 80 Kronen, perhaps even for 1 Florin" (WSLB 29, December 16, 1908).

7 Eberhard Freih. von Waechter, "Von Moderner Musik, modernen Musikern und moderner Musikkritik," Das Neue Österreich, Heft 1, preserved in Schenker's scrapbook, OC 2/p.54.

8 Halm, Von Zwei Kulturen der Musik (Munich: Georg Müller, 1913) is not a book about Bruckner; its two main sections are entitled "Concerning Form" (fugal form and its relationship to sonata form; the spirit of sonata form) and "Concerning Language and Style" (rhythm and dynamics; symmetry; the art of thematicism), and much of the music discussed is drawn from J. S. Bach, Handel, Mozart, and Beethoven.

9 Topic raised by Schenker in DLA 69.930/2, January 17, 1918, and referred to by Halm in OJ 11/35, 7, January 20, 1918, in connection with Kant.

Commentary

Format
4p letter, oblong format, holograph message and signature
Provenance
August Halm (document date-1929)—Heirs of August Halm (1929-19??)--Deutsches Literaturarchiv (19??-)
Rights Holder
Heirs of Heinrich Schenker, deemed to be in the public domain; published with the kind permission of the Deutsches Literaturarchiv
License
All reasonable efforts have been made to locate heirs of Heinrich Schenker; any claim to intellectual rights should be addressed to the Schenker Correspondence Project, at schenkercorrespondence [at] mus (dot) cam (dot) ac (dot) uk

Digital version created: 2006-06-017
Last updated: 2010-03-05