5. Leicht bewölkt.

— Reisetag! Beide sehr früh auf. — Frau Anna zu Lie-Liechen, die ihr ihre Lebensmittelkarten mit Erklärung für den Gebrauch übergibt, streicht ihr ein Brot mit Honig. — Ich selbst schon um ¾9h zur Länderbank, erhalte die Auskunft, daß die Beamten erst gegen 10h kommen. Auf dem Heimweg Sprung zum Bankverein um Erkundigung, ob ein Depot á conto mit einem Risiko verbunden wäre. — Sicherheitshalber noch einmal zu Wallner ihn glücklicherweise gesprochen u. endlich zurück. Da Lie-Liechen packt, mache ich einen Sprung zur Putzerin, um die zugesagten Kragen: „Erst morgen, gnä’ Herr“ – die Kragen müssen nun bis zu unserer Rückkunft in ihrem Gewahrsam bleiben. — Hans erscheint erscheint um ¾11h nachdem er sein Zeugnis geholt hat u. läuft dann schnellstens zur Länderbank. — ¾12h schließt Lie-Liechen ihr Gepäck ab; zu mir hinüber, um letzte Hand an mein Gepäck zu legen. Gärtner erscheint, zuguterletzt noch einige gute Zigarren in der Hand; begleitet uns zu Tisch; auch Hans erscheint zu Tisch u. übergibt mir die Empfangsbestätigung der Bank.

1 Rasch die Mahlzeit genommen u. zurück nachhause, wo uns beide Trager [sic] schon erwarten. Zunächst wird mein Gepäck aufgeladen, hernach zu Lie-Liechen; wegen des wehen Fußes benutzt sie die Tramway zur Bahn, während ich u. Hans hinter den beiden Männern dem Wägelchen nachgehen, vielmehr laufen, da sie ein ungemein rasches Tempo einschlagen, doppelt auffallend bei der unerträglichen Hitze. Mit zwei guten Zigarren, die ich ihnen gleich zu Beginn der Arbeit in den Mund gesteckt, erwecke ich ihre gute Lust u. so sind wir rascher als ich gedacht, obendrein auch beruhigt durch den Anblick unserer Gepäckstücke, auf dem Westbahnhof, nachdem die beiden Träger auf dem Getraidemarkt in einer Wein- oder Bierstube etwas zu sich genommen hatten. Der Aspangbahner 2 erhält 40 Kronen, wofür er sich sogar mit einem Händedruck bedankt. Das Gepäck wird mit Wallner Hilfe sofort aufgegeben, sogar bis Altenmarkt (64.60 Kronen); sodann mit Wallners eEinverständnis in den Restaurationsgarten, 3 wo wir uns einen schwarzen Café gut schmecken lassen, soweit diese Redewendung auch auf einen Kriegscafé anwendbar ist. Nach einer Weile holen wir eine übrigens ganz vorzügliche Mehlspeise nach, Kirschenstrudel, u. lassen uns, nachdem ich von Wallner entsprechende Weisung erhalten, schon um 5h ein Abendessen mit Fleisch reichen. Um 6h führt uns Wallner auf den Perron, 4 wo er uns ganz abseits an einen weit entfernten Platz aufstellt. Noch während der Zug dastand, der vor dem unsern fortgehn [sic] sollte, holt uns W., führt uns über das Trittbrett des zur Abfahrt bereiten Zuges zum andern Geleise, wo unser Zug stand, schmuggelt dann mit Hilfe eines Eisenbahners, der schon im Coupé Platz hatte, unsere Tasche hinein, der wir sehr bald nachfolgten. Die eigentliche Gefahr war aber erst behoben, als uns Wallner mitteilte, daß eine Kontrolle dadurch gegenstandslos geworden, daß das Reisepublikum den Cordon 5 einfach durchbrochen hat. Wallner erhält 60 Kronen. Hans bringt uns zwei Flaschen Gießhübler 6 ins Coupé u. verweilt noch lange bei uns. 7

Der Sturm, der dann losbrach, brachte uns als erste Reisegenossen einen älteren Herrn u. Dame; der Herr entlud sich in einem furchtbaren Unwetter, Worte wie Gaunerei, Gemeinheit fielen wie Schloßen 8 nieder. Das Bedenklichste daran war nur, daß der Mann wirklich Recht hatte. Gerade aber an unserer Situation war zu merken, wie unmöglich es ist, einer Anarchie bloß mit Anstand u. Ordnung zu begegnen; jene wird darum doch nicht ausgerottet, weil sie gleichsam ein Eigenleben führt u. es dann erst recht zu einem geradezu komisch anmutenden Schauspiel kommt, wenn neben fortwuchernder Anarchie auch Ordnung lebt, ohne einander aber zu beeinflussen oder gar aufzuheben. Fast kann es logisch wie moralisch keinen Ausweg aus solcher Situation geben, als die Mittel der Anarchie selbst zu benutzen, um sie dann desto ra- scher abzustumpfen u. unwirksam zu machen. Sind es nur recht viele Reiselustige, die, wie wir, solcher in jeder Richtung nicht zu unterschätzender Vorteile sich zu bedienen in der Lage sind, dann hört dies auf ein Ausnahmezustand für Privilegierte zu sein, da er eben Allgemeingut wird. Von da führt dann nur mehr ein Weg vielleicht zu der vernünftigen Maßregel, das Reisepublikum nicht in geschlossenen Räumen abzusperren, sondern ins Freie hinauszulassen oder dergleichen.

9 Die Reise geht unbehelligt vonstatten, nur stellt sich heraus, daß der biedere Bankdiener, dessen sich Hans bedient hatte, die Karten bloß bis Salzburg statt bis Bischofshofen gelöst – Nachzahlungsgeschäft im Zuge. — Weder mir noch Lie-Liechen gelingt es zu schlafen, so ungünstig waren die Verhältnisse der Umgebung. Erwähnt sei noch eigens, daß das früher geschilderte Paar schon um 12h am Ziel der Reise, in Linz, angelangt war, daß man es daher nicht mit Unrecht einer gewissen Einsichtslosigkeit bezichtigen darf, wenn sie für eine verhältnismäßig kurze Strecke Vorteile beanspruchen, die sie andern Reisenden, die nach fiel viel ferneren Zielen fahren u. unter schwierigern [sic] Umständen z. B. unter Mitnahme von Kindern, nicht vergönnen. Ganz in der Frühe in Bischofshofen, wo ich nun wieder Billets [sic] zu besorgen habe. — Beide sehr abgespannt.

© Transcription Marko Deisinger.

5 Lightly overcast. —

— Travel day! Both up very early. — Anna to Lie-Liechen, who gives her the food ration cards with instructions for use, spreads honey on a piece of bread for her. — I myself am already at the Provincial Bank at 8:45 and am told that the employees do not arrive until 10:00. On the way home I stop into the Bankverein to inquire whether there is a risk associated with an à conto account. — Again to Wallner just to be on the safe side, happily spoke with him before finally going back. Since Lie-Liechen is packing, I run over to the cleaners to pick up the promised collars: "They won't be ready until tomorrow, good Sir." – the collars will now have to be left in their keeping until our return. — Hans comes comes at 10:45 after picking up his report and then dashes off to the Provincial Bank. — At 11:45 Lie-Liechen closes her bags; comes to my apartment to give the final touches to my luggage. Gärtne arrives after all with a few good cigars in his hand; joins us for lunch; Hans also comes for lunch and gives me the confirmation of receipt from the bank.

1 Lunch eaten quickly and back home, where both porters are already waiting for us. First my luggage is loaded, then to Lie-Liechen's; she takes the tram to the train because of a sore foot, while Hans and I follow the two men with the cart on foot, or rather jog to keep up with their insanely fast pace, which is doubly noticeable given the unbearable heat. I kindle their zest with two good cigars, which I stick in their mouths right at the outset of the job, so we arrive at the West Train Station faster than I thought, and [I am] relieved at the sight of our luggage after the two porters stop into a wine or beer bar on Getraidemarkt for a drink. The Aspang Train Line employee 2 receives 40 Kronen, for which he even shows his appreciation with a handshake. The luggage is checked in immediately with Wallner help, all the way through to Altenmarkt (64.60 Kronen); then with Wallner's permission to the restaurant patio, 3 where we relish a black coffee, to the extent that this expression is applicable to wartime coffee. After a while we also order incidentally excellent desserts, cherry strudel, and, after I receive instructions to do so from Wallner, have a dinner with meat served already at 5:00. At 6:00, Wallner takes us to the platform, 4 where he has us wait far removed in a distant spot. While the train that was due to depart before ours stood there, Wallner comes to get us, leads us across the steps of the train ready for departure onto another track, where our train was standing, then smuggles our bag inside with the help of a train attendant who already had room in the coupé, and we follow soon afterwards. The real danger was only avoided when Wallner told us that an inspection was out of the question because the passengers had simply broken through the line of guards. 5 Wallner receives 60 Kronen. Hans brings us two bottles of Gießhübler 6 into the coupé and stays with us for a long time. 7

The first travel companions that the ensuing storm brought were an elderly man and woman; the man lets off a roll of torrential thunder, words like roguery [and] beastliness fell like hailstones. 8 The most alarming part of all was that the man was truly right. Our specific situation exemplifies the impossibility of countering anarchy simply by means of decorum and order; that won't eradicate it because it has a life of its own and leads even more so to an outright strange spectacle when order and rampant anarchy coexist without even influencing each other, not to mention canceling each other out. There is almost no logical or moral escape from a situation of this sort other than to make use of the means of anarchy oneself in order to dull it or make it ineffective all the more quickly. Once there are many travelers who, like us, are in the position to take advantage of the by no means to be underestimated advantages, it is no longer an exceptional situation for the privileged, but rather becomes available to all. Then there is only one path perhaps to the reasonable measure not to lock passengers in closed spaces, but to let them out into the open, or something along those lines.

9 The journey starts without a hitch until it is determined that the humble bank employee that Hans had engaged organized tickets only to Salzburg rather than to Bischofshofen – additional payment on the train. — Neither Lie-Liechen nor I manage to sleep because the surroundings were so unfavorable. It should be mentioned that the couple described earlier reached their destination at 12:00, in Linz,, so that it would not be without good reason to call it unreasonable for them to avail themselves for such a short journey of advantages that they do not grant other passengers traveling to much more distant places and under much more difficult circumstances, e.g., with children. Early in the morning in Bischofshofen, where I again have to purchase tickets. — Both exhausted.

© Translation Scott Witmer.

5. Leicht bewölkt.

— Reisetag! Beide sehr früh auf. — Frau Anna zu Lie-Liechen, die ihr ihre Lebensmittelkarten mit Erklärung für den Gebrauch übergibt, streicht ihr ein Brot mit Honig. — Ich selbst schon um ¾9h zur Länderbank, erhalte die Auskunft, daß die Beamten erst gegen 10h kommen. Auf dem Heimweg Sprung zum Bankverein um Erkundigung, ob ein Depot á conto mit einem Risiko verbunden wäre. — Sicherheitshalber noch einmal zu Wallner ihn glücklicherweise gesprochen u. endlich zurück. Da Lie-Liechen packt, mache ich einen Sprung zur Putzerin, um die zugesagten Kragen: „Erst morgen, gnä’ Herr“ – die Kragen müssen nun bis zu unserer Rückkunft in ihrem Gewahrsam bleiben. — Hans erscheint erscheint um ¾11h nachdem er sein Zeugnis geholt hat u. läuft dann schnellstens zur Länderbank. — ¾12h schließt Lie-Liechen ihr Gepäck ab; zu mir hinüber, um letzte Hand an mein Gepäck zu legen. Gärtner erscheint, zuguterletzt noch einige gute Zigarren in der Hand; begleitet uns zu Tisch; auch Hans erscheint zu Tisch u. übergibt mir die Empfangsbestätigung der Bank.

1 Rasch die Mahlzeit genommen u. zurück nachhause, wo uns beide Trager [sic] schon erwarten. Zunächst wird mein Gepäck aufgeladen, hernach zu Lie-Liechen; wegen des wehen Fußes benutzt sie die Tramway zur Bahn, während ich u. Hans hinter den beiden Männern dem Wägelchen nachgehen, vielmehr laufen, da sie ein ungemein rasches Tempo einschlagen, doppelt auffallend bei der unerträglichen Hitze. Mit zwei guten Zigarren, die ich ihnen gleich zu Beginn der Arbeit in den Mund gesteckt, erwecke ich ihre gute Lust u. so sind wir rascher als ich gedacht, obendrein auch beruhigt durch den Anblick unserer Gepäckstücke, auf dem Westbahnhof, nachdem die beiden Träger auf dem Getraidemarkt in einer Wein- oder Bierstube etwas zu sich genommen hatten. Der Aspangbahner 2 erhält 40 Kronen, wofür er sich sogar mit einem Händedruck bedankt. Das Gepäck wird mit Wallner Hilfe sofort aufgegeben, sogar bis Altenmarkt (64.60 Kronen); sodann mit Wallners eEinverständnis in den Restaurationsgarten, 3 wo wir uns einen schwarzen Café gut schmecken lassen, soweit diese Redewendung auch auf einen Kriegscafé anwendbar ist. Nach einer Weile holen wir eine übrigens ganz vorzügliche Mehlspeise nach, Kirschenstrudel, u. lassen uns, nachdem ich von Wallner entsprechende Weisung erhalten, schon um 5h ein Abendessen mit Fleisch reichen. Um 6h führt uns Wallner auf den Perron, 4 wo er uns ganz abseits an einen weit entfernten Platz aufstellt. Noch während der Zug dastand, der vor dem unsern fortgehn [sic] sollte, holt uns W., führt uns über das Trittbrett des zur Abfahrt bereiten Zuges zum andern Geleise, wo unser Zug stand, schmuggelt dann mit Hilfe eines Eisenbahners, der schon im Coupé Platz hatte, unsere Tasche hinein, der wir sehr bald nachfolgten. Die eigentliche Gefahr war aber erst behoben, als uns Wallner mitteilte, daß eine Kontrolle dadurch gegenstandslos geworden, daß das Reisepublikum den Cordon 5 einfach durchbrochen hat. Wallner erhält 60 Kronen. Hans bringt uns zwei Flaschen Gießhübler 6 ins Coupé u. verweilt noch lange bei uns. 7

Der Sturm, der dann losbrach, brachte uns als erste Reisegenossen einen älteren Herrn u. Dame; der Herr entlud sich in einem furchtbaren Unwetter, Worte wie Gaunerei, Gemeinheit fielen wie Schloßen 8 nieder. Das Bedenklichste daran war nur, daß der Mann wirklich Recht hatte. Gerade aber an unserer Situation war zu merken, wie unmöglich es ist, einer Anarchie bloß mit Anstand u. Ordnung zu begegnen; jene wird darum doch nicht ausgerottet, weil sie gleichsam ein Eigenleben führt u. es dann erst recht zu einem geradezu komisch anmutenden Schauspiel kommt, wenn neben fortwuchernder Anarchie auch Ordnung lebt, ohne einander aber zu beeinflussen oder gar aufzuheben. Fast kann es logisch wie moralisch keinen Ausweg aus solcher Situation geben, als die Mittel der Anarchie selbst zu benutzen, um sie dann desto ra- scher abzustumpfen u. unwirksam zu machen. Sind es nur recht viele Reiselustige, die, wie wir, solcher in jeder Richtung nicht zu unterschätzender Vorteile sich zu bedienen in der Lage sind, dann hört dies auf ein Ausnahmezustand für Privilegierte zu sein, da er eben Allgemeingut wird. Von da führt dann nur mehr ein Weg vielleicht zu der vernünftigen Maßregel, das Reisepublikum nicht in geschlossenen Räumen abzusperren, sondern ins Freie hinauszulassen oder dergleichen.

9 Die Reise geht unbehelligt vonstatten, nur stellt sich heraus, daß der biedere Bankdiener, dessen sich Hans bedient hatte, die Karten bloß bis Salzburg statt bis Bischofshofen gelöst – Nachzahlungsgeschäft im Zuge. — Weder mir noch Lie-Liechen gelingt es zu schlafen, so ungünstig waren die Verhältnisse der Umgebung. Erwähnt sei noch eigens, daß das früher geschilderte Paar schon um 12h am Ziel der Reise, in Linz, angelangt war, daß man es daher nicht mit Unrecht einer gewissen Einsichtslosigkeit bezichtigen darf, wenn sie für eine verhältnismäßig kurze Strecke Vorteile beanspruchen, die sie andern Reisenden, die nach fiel viel ferneren Zielen fahren u. unter schwierigern [sic] Umständen z. B. unter Mitnahme von Kindern, nicht vergönnen. Ganz in der Frühe in Bischofshofen, wo ich nun wieder Billets [sic] zu besorgen habe. — Beide sehr abgespannt.

© Transcription Marko Deisinger.

5 Lightly overcast. —

— Travel day! Both up very early. — Anna to Lie-Liechen, who gives her the food ration cards with instructions for use, spreads honey on a piece of bread for her. — I myself am already at the Provincial Bank at 8:45 and am told that the employees do not arrive until 10:00. On the way home I stop into the Bankverein to inquire whether there is a risk associated with an à conto account. — Again to Wallner just to be on the safe side, happily spoke with him before finally going back. Since Lie-Liechen is packing, I run over to the cleaners to pick up the promised collars: "They won't be ready until tomorrow, good Sir." – the collars will now have to be left in their keeping until our return. — Hans comes comes at 10:45 after picking up his report and then dashes off to the Provincial Bank. — At 11:45 Lie-Liechen closes her bags; comes to my apartment to give the final touches to my luggage. Gärtne arrives after all with a few good cigars in his hand; joins us for lunch; Hans also comes for lunch and gives me the confirmation of receipt from the bank.

1 Lunch eaten quickly and back home, where both porters are already waiting for us. First my luggage is loaded, then to Lie-Liechen's; she takes the tram to the train because of a sore foot, while Hans and I follow the two men with the cart on foot, or rather jog to keep up with their insanely fast pace, which is doubly noticeable given the unbearable heat. I kindle their zest with two good cigars, which I stick in their mouths right at the outset of the job, so we arrive at the West Train Station faster than I thought, and [I am] relieved at the sight of our luggage after the two porters stop into a wine or beer bar on Getraidemarkt for a drink. The Aspang Train Line employee 2 receives 40 Kronen, for which he even shows his appreciation with a handshake. The luggage is checked in immediately with Wallner help, all the way through to Altenmarkt (64.60 Kronen); then with Wallner's permission to the restaurant patio, 3 where we relish a black coffee, to the extent that this expression is applicable to wartime coffee. After a while we also order incidentally excellent desserts, cherry strudel, and, after I receive instructions to do so from Wallner, have a dinner with meat served already at 5:00. At 6:00, Wallner takes us to the platform, 4 where he has us wait far removed in a distant spot. While the train that was due to depart before ours stood there, Wallner comes to get us, leads us across the steps of the train ready for departure onto another track, where our train was standing, then smuggles our bag inside with the help of a train attendant who already had room in the coupé, and we follow soon afterwards. The real danger was only avoided when Wallner told us that an inspection was out of the question because the passengers had simply broken through the line of guards. 5 Wallner receives 60 Kronen. Hans brings us two bottles of Gießhübler 6 into the coupé and stays with us for a long time. 7

The first travel companions that the ensuing storm brought were an elderly man and woman; the man lets off a roll of torrential thunder, words like roguery [and] beastliness fell like hailstones. 8 The most alarming part of all was that the man was truly right. Our specific situation exemplifies the impossibility of countering anarchy simply by means of decorum and order; that won't eradicate it because it has a life of its own and leads even more so to an outright strange spectacle when order and rampant anarchy coexist without even influencing each other, not to mention canceling each other out. There is almost no logical or moral escape from a situation of this sort other than to make use of the means of anarchy oneself in order to dull it or make it ineffective all the more quickly. Once there are many travelers who, like us, are in the position to take advantage of the by no means to be underestimated advantages, it is no longer an exceptional situation for the privileged, but rather becomes available to all. Then there is only one path perhaps to the reasonable measure not to lock passengers in closed spaces, but to let them out into the open, or something along those lines.

9 The journey starts without a hitch until it is determined that the humble bank employee that Hans had engaged organized tickets only to Salzburg rather than to Bischofshofen – additional payment on the train. — Neither Lie-Liechen nor I manage to sleep because the surroundings were so unfavorable. It should be mentioned that the couple described earlier reached their destination at 12:00, in Linz,, so that it would not be without good reason to call it unreasonable for them to avail themselves for such a short journey of advantages that they do not grant other passengers traveling to much more distant places and under much more difficult circumstances, e.g., with children. Early in the morning in Bischofshofen, where I again have to purchase tickets. — Both exhausted.

© Translation Scott Witmer.

Footnotes

1 Jeanette continues writing without paragraph-break.

2 Aspangbahner: Refers to an employee of the Aspang Train Line.

3 Restauration: Austrian for Gaststätte (restaurant).

4 Perron: Obsolete Austrian for Bahnsteig (platform), from French.

5 Cordon (Kordon): Postenkette zur Absperrung (Line of guards blocking something off), from French.

6 Gießhübler: medicinal mineral water from Gießhübl-Sauerbrunn (Kyselka), Bohemia.

7 Jeanette continues writing without paragraph-break.

8 Schloße: großes Hagelkorn (Large hailstones).

9 Jeanette continues writing without paragraph-break.