Mein lieber Herr van Hoboken!

Ihren 1 so freundlichen u. anspornenden Geburtstagszuruf 2 höre ich mit Freuden u. großem Dank! Ja, ich will u. muß mein Werk beenden: der „freie Satz,“ „Formen“lehre, „Vortrags“lehre (auf der methodischen Grundlage des „freien Satzes“), „Niedergang der Komp.“ usw, Sie schütteln Ihr jügendliches Haupt u. meinen: wann will denn der „alte Herr“ diese Dinge machen? An mir wird es weniger liegen, als an den Verlegern, die einem außer dem Werk auch die Zeit stehlen. Doch – der „fr. S.“ muß einmal vorliegen, u. heute will ich Ihnen wieder {2} u. wieder nur wärmstens danken für Ihre so tapfere Gesinnung! Ich sehe u. fühle genau, wie heldenhaft Sie für das Archiv kämpfen, nicht minder für das, was Ihr Ohr für allein richtig erfaßt hat. Sagen diese Taten nicht mehr als Worte?

Sie wissen, wie hoch ich das Archiv einschätze. Auch die höchste Auszeichnung bleibt noch ausser Verhältnis zum Verdienst an dieser Gründung! Einer solchen Tat ist nur die Auszeichnung gemäß, die in ihr selbst liegt. Sie taten also recht, die Ihnen zugedachten Ehrung 3 abzulehnen, wiewohl der von Ihnen ausgesprochene Gedanke an sich richtig ist, daß in den Augen der Menge eine solche Ehrung auch auf das Werk zurückstrahlt. Wenn ich Sie recht verstehe, befahl Ihnen das Herz, hohe Kameradschaft mit mir einzuzetzen u. lieber zu verzichten, als ein Unrecht {3} (wie Sie glaubten) an mir zu dulden u. zu fördern. Nicht zum ersten Mal sehe ich Sie so mannhaft für mich eintreten, aber auch das hat einen besseren Lohn in sich, als es in meinen Worten finden könnte – lassen Sie auch fortan die Wortstille walten, ich sehe, fühle u. danke immerzu.

Übrigens gilt jede Auszeichnung gerade nur für die knappsten ersten Augenblick. Schon in den nächsten 10 Jahren fällt sie von der Person ab u. nur das Werk spricht gemäß seiner inneren Kraft. Nicht einmal die Lexica nehmen Kenntnis von diesen Bluffs. Wir aber dürfen ruhig auf die Jahrhunderte vertrauen, unsere Sache ist nicht vom Tage.

ad vocem Lexica teile ich Ihnen mit, daß mich hier ein Briefchen von Einstein erreicht hat (gedrucktes {4} Formular) mit dem Ersuchen, den bisherigen Ausschnitt aus dem Riemann-Lex. zu ergänzen 4 . Ich las den Ausschnitt zum 1. Mal u. fand ihn sonderbar: dem fehlte der Kp. II2 , die „G-A.“ der Kl.-Son. von Beethoven, ja sogar der Titel „ das Meisterwerk i. d. Musik “ (obgleich dieser Jahrbücher u. der 3 M bereits gedacht wird!!)

Nun, ich habe die Ergänzungen angebracht, so manches Andere verbessert – bin aber neugierig, wie sich Einstein dazu stellen wird. Der „Url.“ hat schon E. selbst gedacht, u. ich muß wirklich staunen, mit welcher Wucht sich dieser neue (doch gewiß nicht verstandene) Begriff durchgesetzt hat, schon nur auf Hand des „Tonwillen,“ den der edle Hertzka auf ein Nebengeleise abgeschoben, vertragswidrig in der Auflage um die Hälfte gekürzt u. sonst sabatiert hat. Über allen Widerstand siegten schon {5} die ersten Blätter u. die ersten Leser. Unser liebe Vrieslander unterschätzt gewiss die Zahl meiner Leser, ihrer sind gewiß viel, viel mehr als Käufer (denken Sie doch nur an Furtwängler, der von all den Dingen weiß, aber das Buch nicht kauft; ich denke an die vielen, vielen jüngen Musiker, von denen ich weiß, daß sie mich lesen, aber nicht kaufen können). Gewiß ist auch, daß die „U.E.“ ein gutes Geschäft an mir gefunden; kein Zweifel für mich, daß die 3 M ebenfalls auf ihre Rechnung kommen werden, nur freilich langsam. Von einer „Isoliertheit“ kann ich also nicht sprechen, demnach begreife ich Sie in Ihrer Güte u. herzlichen Anteilnahme, wenn Sie nur wünschen, daß wir noch mehr an äußerem Erfolg beschieden sein möge. Ich wollte es ja {6} auch selbst, aber – der „Betrieb“ steht dem entgegen, mit dem ich nichts zu schaffen habe. Im Gegenteil, ich schätze mich glücklich so viele junge Musiker der Schande unserer Akadamien u. Konservatorien entrissen zu haben u. ihnen die Kunst von der Seite der Genies gezeigt zu haben; daß sie es nicht weiter gebracht haben, fällt nicht auf mich.

Über die Vorgänge in Berlin war ich schon unterrichtet, noch ehe Ihre l. Zeilen eintrafen.

Wie freue ich mich des Zuwachsens an beiden Stellen, im Archiv wie in Ihrer Sammlung! Nun wird es bald Zeit, der Welt Rechenschaft davon zu legen.

Von Prof. Dunn erhielt ich sein Bild {7} u. ein sehr liebes Briefchen dazu.

Von Weisse u. seinem Seminar traf eine schöne „Adresse“ ein, usw. usw.

Vrieslander wie immer selbstlos, beglückt u. auch beglückend! H. Deutsch war rührend lieb, auch Dr. Haas, u. besonders wohltuend war das Telegramm des Archivs: 5 dieses edle Glöcklein wird weit hinaustönen. Vielen, vielen Dank Ihnen.

Aber nun wünsche ich Ihnen, u. mit mir auch meine Frau, schönste Ferien auf der Reise u. am Ziel


Ihr aufrichtig ergebener
[signed:] HSchenker
Galtür, 22. Juni 28

© Transcription John Rothgeb, 2009



My dear Mr. van Hoboken,

I 1 hear your very nice and prodding birthday-cheer 2 with joy and greatest thanks! Yes, I will and must finish my work: Free Composition , Theory of Form , Theory of Performance (on the methodological foundation of Free Composition ), Decline of the Art of Composition , etc. You shake your youthful head and ask: when will the "old man" get around to these things? It is less a question of me than of the publishers, who steal not only your work but also your time. But – Free Composition must be ready at some point, and today I want to thank you again {2} and again most warmly for your very courageous outlook! I see and feel exactly how heroically you fight for the Archive, and no less for that which your ear has identified as the only right thing. Do these deeds not speak louder than words?

You know how highly I value the Archive. Even the highest commemoration fails to do justice to the service provided by its founding! Such a deed is properly recognized only by the commemoration that is intrinsic to it. You therefore did right to refuse the honor intended for you, 3 for all that the thought you expressed is correct in itself that in the eyes of the world such an honor also reflects back onto the work itself. If I understand you correctly, your heart commanded you to strike up high comradeship with me and to prefer to refuse rather than to suffer and support an injustice {3} (as you considered it) to me. This is not the first time I have seen you stand up so bravely for me, but that has an intrinsic reward which is better than could be found in my words – henceforth, no more talk of it: I see, feel, and am thankful continuously.

Any commemoration, by the way, is good only for the briefest first moment. Within the first ten years it departs from the person, and only the work speaks, in proportion to its inner strength. Not even the lexica take notice of this bluff. We, however, can confidently depend on the centuries; our cause is not of the day.

A propos of the lexica I can tell you that a note from Einstein has reached me here (printed {4} form) with the request to supplement the existing entry from the Riemann Lexicon. 4 I read the entry for the first time and found it curious: it lacks Counterpoint II/2 , the "collected edition" of the piano sonatas of Beethoven, even the title The Masterwork in Music (although these Yearbooks and Drei Masken Verlag have already been mentioned!!)

Well, I have provided the supplements, and improved so many other things – am curious, though, how Einstein will handle it. Einstein himself has mentioned the "Urlinie," and I must really marvel at the weight this new (but certainly not understood) concept has carried, just on the strength of Der Tonwille , which the fine fellow Hertzka has shunted onto a side-track, shortened by half in the printing through breach of contract, and otherwise sabotaged. Against all opposition, {5} the first issues and the first readers carried the day. Our dear Vrieslander certainly underestimates the number of my readers; there are certainly far, far more of them than of purchasers (just consider Furtwängler, who knows of all the things, but doesn't buy the book; I think of the many, many young musicians who I know read me but are unable to buy). It is a certainty that UE has found good business in me; I have no doubt that Drei Masken too will get their money's worth, but slowly, I'll warrant. Thus I cannot speak of a state of "isolation," so I understand you in your kindness and enthusiastic participation when you wish only that we could have a bit more outwardly visible success. I would indeed like it {6} myself, but – the "management," with which I have nothing to do, stands in the way. On the contrary, I count myself as lucky to have extricated so many young musicians from the pitiful milieu of our academies and conservatories, and to have shown them art from the perspective of the geniuses; it's not my fault that they haven't made more of it.

Concerning the happenings in Berlin I was already informed even before your nice lines arrived.

How delighted I am about the increase in both places, in the Archive and in your collection! Now it will soon be time to give the outside world an accounting of the progress.

From Prof. Dunn I received his picture {7} and a very nice note with it.

From Weisse and his seminar a very beautiful "address" arrived, etc. etc.

Vrieslander as always, selfless, cheerful, and also spreading cheer! Mr. Deutsch’s kindness was touching, also that of Dr. Haas, and the telegram from the Archive 5 was a special lift: this noble little bell will ring far and wide. Many, many thanks to you.

Now I, and with me my wife as well, fervently wish you the most wonderful holiday on the journey and also at the destination.


Yours most sincerely,
[signed:] H. Schenker
Galtür, June 22, 1928

© Translation John Rothgeb, 2009



Mein lieber Herr van Hoboken!

Ihren 1 so freundlichen u. anspornenden Geburtstagszuruf 2 höre ich mit Freuden u. großem Dank! Ja, ich will u. muß mein Werk beenden: der „freie Satz,“ „Formen“lehre, „Vortrags“lehre (auf der methodischen Grundlage des „freien Satzes“), „Niedergang der Komp.“ usw, Sie schütteln Ihr jügendliches Haupt u. meinen: wann will denn der „alte Herr“ diese Dinge machen? An mir wird es weniger liegen, als an den Verlegern, die einem außer dem Werk auch die Zeit stehlen. Doch – der „fr. S.“ muß einmal vorliegen, u. heute will ich Ihnen wieder {2} u. wieder nur wärmstens danken für Ihre so tapfere Gesinnung! Ich sehe u. fühle genau, wie heldenhaft Sie für das Archiv kämpfen, nicht minder für das, was Ihr Ohr für allein richtig erfaßt hat. Sagen diese Taten nicht mehr als Worte?

Sie wissen, wie hoch ich das Archiv einschätze. Auch die höchste Auszeichnung bleibt noch ausser Verhältnis zum Verdienst an dieser Gründung! Einer solchen Tat ist nur die Auszeichnung gemäß, die in ihr selbst liegt. Sie taten also recht, die Ihnen zugedachten Ehrung 3 abzulehnen, wiewohl der von Ihnen ausgesprochene Gedanke an sich richtig ist, daß in den Augen der Menge eine solche Ehrung auch auf das Werk zurückstrahlt. Wenn ich Sie recht verstehe, befahl Ihnen das Herz, hohe Kameradschaft mit mir einzuzetzen u. lieber zu verzichten, als ein Unrecht {3} (wie Sie glaubten) an mir zu dulden u. zu fördern. Nicht zum ersten Mal sehe ich Sie so mannhaft für mich eintreten, aber auch das hat einen besseren Lohn in sich, als es in meinen Worten finden könnte – lassen Sie auch fortan die Wortstille walten, ich sehe, fühle u. danke immerzu.

Übrigens gilt jede Auszeichnung gerade nur für die knappsten ersten Augenblick. Schon in den nächsten 10 Jahren fällt sie von der Person ab u. nur das Werk spricht gemäß seiner inneren Kraft. Nicht einmal die Lexica nehmen Kenntnis von diesen Bluffs. Wir aber dürfen ruhig auf die Jahrhunderte vertrauen, unsere Sache ist nicht vom Tage.

ad vocem Lexica teile ich Ihnen mit, daß mich hier ein Briefchen von Einstein erreicht hat (gedrucktes {4} Formular) mit dem Ersuchen, den bisherigen Ausschnitt aus dem Riemann-Lex. zu ergänzen 4 . Ich las den Ausschnitt zum 1. Mal u. fand ihn sonderbar: dem fehlte der Kp. II2 , die „G-A.“ der Kl.-Son. von Beethoven, ja sogar der Titel „ das Meisterwerk i. d. Musik “ (obgleich dieser Jahrbücher u. der 3 M bereits gedacht wird!!)

Nun, ich habe die Ergänzungen angebracht, so manches Andere verbessert – bin aber neugierig, wie sich Einstein dazu stellen wird. Der „Url.“ hat schon E. selbst gedacht, u. ich muß wirklich staunen, mit welcher Wucht sich dieser neue (doch gewiß nicht verstandene) Begriff durchgesetzt hat, schon nur auf Hand des „Tonwillen,“ den der edle Hertzka auf ein Nebengeleise abgeschoben, vertragswidrig in der Auflage um die Hälfte gekürzt u. sonst sabatiert hat. Über allen Widerstand siegten schon {5} die ersten Blätter u. die ersten Leser. Unser liebe Vrieslander unterschätzt gewiss die Zahl meiner Leser, ihrer sind gewiß viel, viel mehr als Käufer (denken Sie doch nur an Furtwängler, der von all den Dingen weiß, aber das Buch nicht kauft; ich denke an die vielen, vielen jüngen Musiker, von denen ich weiß, daß sie mich lesen, aber nicht kaufen können). Gewiß ist auch, daß die „U.E.“ ein gutes Geschäft an mir gefunden; kein Zweifel für mich, daß die 3 M ebenfalls auf ihre Rechnung kommen werden, nur freilich langsam. Von einer „Isoliertheit“ kann ich also nicht sprechen, demnach begreife ich Sie in Ihrer Güte u. herzlichen Anteilnahme, wenn Sie nur wünschen, daß wir noch mehr an äußerem Erfolg beschieden sein möge. Ich wollte es ja {6} auch selbst, aber – der „Betrieb“ steht dem entgegen, mit dem ich nichts zu schaffen habe. Im Gegenteil, ich schätze mich glücklich so viele junge Musiker der Schande unserer Akadamien u. Konservatorien entrissen zu haben u. ihnen die Kunst von der Seite der Genies gezeigt zu haben; daß sie es nicht weiter gebracht haben, fällt nicht auf mich.

Über die Vorgänge in Berlin war ich schon unterrichtet, noch ehe Ihre l. Zeilen eintrafen.

Wie freue ich mich des Zuwachsens an beiden Stellen, im Archiv wie in Ihrer Sammlung! Nun wird es bald Zeit, der Welt Rechenschaft davon zu legen.

Von Prof. Dunn erhielt ich sein Bild {7} u. ein sehr liebes Briefchen dazu.

Von Weisse u. seinem Seminar traf eine schöne „Adresse“ ein, usw. usw.

Vrieslander wie immer selbstlos, beglückt u. auch beglückend! H. Deutsch war rührend lieb, auch Dr. Haas, u. besonders wohltuend war das Telegramm des Archivs: 5 dieses edle Glöcklein wird weit hinaustönen. Vielen, vielen Dank Ihnen.

Aber nun wünsche ich Ihnen, u. mit mir auch meine Frau, schönste Ferien auf der Reise u. am Ziel


Ihr aufrichtig ergebener
[signed:] HSchenker
Galtür, 22. Juni 28

© Transcription John Rothgeb, 2009



My dear Mr. van Hoboken,

I 1 hear your very nice and prodding birthday-cheer 2 with joy and greatest thanks! Yes, I will and must finish my work: Free Composition , Theory of Form , Theory of Performance (on the methodological foundation of Free Composition ), Decline of the Art of Composition , etc. You shake your youthful head and ask: when will the "old man" get around to these things? It is less a question of me than of the publishers, who steal not only your work but also your time. But – Free Composition must be ready at some point, and today I want to thank you again {2} and again most warmly for your very courageous outlook! I see and feel exactly how heroically you fight for the Archive, and no less for that which your ear has identified as the only right thing. Do these deeds not speak louder than words?

You know how highly I value the Archive. Even the highest commemoration fails to do justice to the service provided by its founding! Such a deed is properly recognized only by the commemoration that is intrinsic to it. You therefore did right to refuse the honor intended for you, 3 for all that the thought you expressed is correct in itself that in the eyes of the world such an honor also reflects back onto the work itself. If I understand you correctly, your heart commanded you to strike up high comradeship with me and to prefer to refuse rather than to suffer and support an injustice {3} (as you considered it) to me. This is not the first time I have seen you stand up so bravely for me, but that has an intrinsic reward which is better than could be found in my words – henceforth, no more talk of it: I see, feel, and am thankful continuously.

Any commemoration, by the way, is good only for the briefest first moment. Within the first ten years it departs from the person, and only the work speaks, in proportion to its inner strength. Not even the lexica take notice of this bluff. We, however, can confidently depend on the centuries; our cause is not of the day.

A propos of the lexica I can tell you that a note from Einstein has reached me here (printed {4} form) with the request to supplement the existing entry from the Riemann Lexicon. 4 I read the entry for the first time and found it curious: it lacks Counterpoint II/2 , the "collected edition" of the piano sonatas of Beethoven, even the title The Masterwork in Music (although these Yearbooks and Drei Masken Verlag have already been mentioned!!)

Well, I have provided the supplements, and improved so many other things – am curious, though, how Einstein will handle it. Einstein himself has mentioned the "Urlinie," and I must really marvel at the weight this new (but certainly not understood) concept has carried, just on the strength of Der Tonwille , which the fine fellow Hertzka has shunted onto a side-track, shortened by half in the printing through breach of contract, and otherwise sabotaged. Against all opposition, {5} the first issues and the first readers carried the day. Our dear Vrieslander certainly underestimates the number of my readers; there are certainly far, far more of them than of purchasers (just consider Furtwängler, who knows of all the things, but doesn't buy the book; I think of the many, many young musicians who I know read me but are unable to buy). It is a certainty that UE has found good business in me; I have no doubt that Drei Masken too will get their money's worth, but slowly, I'll warrant. Thus I cannot speak of a state of "isolation," so I understand you in your kindness and enthusiastic participation when you wish only that we could have a bit more outwardly visible success. I would indeed like it {6} myself, but – the "management," with which I have nothing to do, stands in the way. On the contrary, I count myself as lucky to have extricated so many young musicians from the pitiful milieu of our academies and conservatories, and to have shown them art from the perspective of the geniuses; it's not my fault that they haven't made more of it.

Concerning the happenings in Berlin I was already informed even before your nice lines arrived.

How delighted I am about the increase in both places, in the Archive and in your collection! Now it will soon be time to give the outside world an accounting of the progress.

From Prof. Dunn I received his picture {7} and a very nice note with it.

From Weisse and his seminar a very beautiful "address" arrived, etc. etc.

Vrieslander as always, selfless, cheerful, and also spreading cheer! Mr. Deutsch’s kindness was touching, also that of Dr. Haas, and the telegram from the Archive 5 was a special lift: this noble little bell will ring far and wide. Many, many thanks to you.

Now I, and with me my wife as well, fervently wish you the most wonderful holiday on the journey and also at the destination.


Yours most sincerely,
[signed:] H. Schenker
Galtür, June 22, 1928

© Translation John Rothgeb, 2009

Footnotes

1 Writing of this letter is recorded at OJ 4/1, p. 3217, June 22, 1928: "An Herrn u. Frau van Hoboken (Br.): Dank!" ("To Mr. and Mrs. van Hoboken (letter): thanks!").

2 This letter is not known to survive, but receipt of the two letters concerned is recorded in Schenker's diary at OJ 4/1, p. 3216, June 20, 1928: "Von v. Hoboken u. Frau (Briefe): Glückwünsche; H. teilt mit, daß er zur Auszeichnung vorgeschlagen war – ich auch; er habe aber darauf bestanden, daß mir eine höhere Auszeichnung werde – darüber zerschlug sich das Ganze." ("From van Hoboken and his wife (letters): congratulations; H. tells me that he was proposed for the honor – I also; however, he has insisted that a higher honor [is due?] to me – on that point the whole thing disintegrated"). It is possible that other letters written in the three-month gap that separates this letter from OJ 11/54, [23] of March 21, 1928 are missing as well.

3 What the honor referred to was is unknown.

4 Einstein's letter = BerkAE 7/898, [3]. Hugo Riemanns Musiklexikon, 11th edition, ed. Alfred Einstein. 2 vols. (Berlin: Max Hesse, 1929). For text and translation, see OJ-2-79_4 = OJ 2/p. 79, [4]. For text and translation of the 1919 edition, referred to here, see ML100-R52-1919_1 = ML100.R52 1919.

5 Probably = OJ 9/10, [1].

Commentary

Format
7p letter, oblong format, holograph message and signature
Provenance
Hoboken, Anthony van ([document date]-1983)--Schneider, Hans(19??-2007)--University of California, Riverside (2007--)
Rights Holder
IPR: Heirs of Henrich Schenker, deemed to be in the public domain.
License
All reasonable steps have been taken to locate the heirs of Heinrich Schenker. Any claim to intellectual rights on this document should be addressed to the Schenker Correspondence Project, Faculty of Music, University of Cambridge, at schenkercorrespondence [at] mus (dot) cam (dot) ac (dot) uk.

Digital version created: 2011-05-02
Last updated: 2011-05-02