Ser. A, {104}

[undated]

[The following three items, occupying Ser. A, pp. 107‒109, are undated. They have been placed under December 21, 1909 solely so as to preserve their position in the original source.]

[Minor corrections by Jeanette: only the final text presented here]

Mittelschulreform. 1 Vielleicht mag zur gegenwärtigen Täuschung der „Modernisten“ auch die Anblick des Journalistenberufes beigetragen haben: wie stehen diese vor aller Welt heute so glänzend an Ansehen u. Geld da, auch ohne daß sie mit viel, allzuviel Studien sich belastet [?hätten] Sie stellen, wie man offenbar im Stillen annimmt, den lebendigsten Beweis eben dafür vor, daß man auch ohne Griechisch, Latein, es weit in der Gesellschaft u. sonst zu Geld, Familie u. dgl. bringen könne. Daß aber die Leistung des „Journalisten“ nur eine dementsprechend nichtige u. aller Kultur Hohn sprechende, wer will dieses endlich begreifen? —

Es wird wohl niemals gelingen, den Unterricht der Geschichte an der Mittelschule von Grund aus zu verbessern, (freilich aber auch nicht an der Hochschule). Dieses liegt aber weniger an den Lehrern, als an den Geschichtsschreibern. Das Beziehen u. Ableiten der Ereignisse der Weltgeschichte hauptsächlich nur von Königen, Fürsten u.s.w., das Ignorieren u. Schmälern jener Einzelnen, denen allein das Verdienst zuzuerkennen wäre, diese Methode hat, nur weil sie eine Lüge, keine Aussicht ins Gehirn der Menschen je so überzeugend zu dringen, wie es sonst einer jeden Wahrheit möglich wäre. Welcher Widerspruch muß sich doch im jungen Kopf auftun, da er z.B. mit einem Walter von der Vogelweide, mit Goethe, Gauss, Kopernikus u. dgl. deren eigene, ihm selbst wohlbekannte, oder mindestens stets erreichbare u. kontrol[l]ierbare Leistungen zu verknüpfen in die Lage gebracht wurde, dagegen ähnlich eigene Leistungen z.B. mit Maximilian I., Karl V., Karl dem Großen, Wilhelm I., Franz Joseph I., zu verbinden sich außer Stande sieht. „Unter der Regierung“ lautet die bereite Phrase, oder wohl auch: „Wilhelm tat dies oder jenes“ u. doch schreit es aus allen Poren der Menschheit: Nicht die Könige selbst sind es, die das alles vollbringen, was {108} ihnen der Geschichtsschreiber zuschreibt, nein, Andere sind es. So verzeichnet die Geschichte in mißverständlicher Weise einen Katalog von Namen, von Königen, während die Wahrheit mit ihrer ewigen Gewalt zur selben Zeit alle Könige sozusagen entseelt u. tötet, u. zu bloßen Leichnamen macht. ‒ Begreiflich nun, daß der junge Schüler in den Friedhofwegen nicht wandeln mag, ‒ was sollen ihm auch die vielen Leichen? Eine Wahrheit, eine wirkliche her! Doch leider ist es damit, wie ich befürchte, für immer vorbei. Sehen wir es denn nicht auch noch heute, daß die Wahrheit ohne falsches Zuerkennen u. Anketten angeblicher Verdienste an die Hochstehenden durchaus nicht immer gesagt, geschrieben, gelehrt werden dürfe? Wie sollte dann aber die ganze Geschichte bis ins Altertum zurück rektifiziert werden können, wenn man noch heute die Praxis beobachten muß, alle Verdienste, die in Wahrheit anderen gebühren, nur dem Mächtigen allein zuzuschreiben?

Welch’ naive Zumutung sodann übrigens, just von einem Mittelschulprofessor zu verlangen, was die großen Geschichtsschreibe[r]n selbst versäumt haben? Und würde er denn nicht sofort um Brod [sic] u. Erwerb gebracht werden, wenn er nur den bescheidensten Versuch machte, die Wahrheit in der Geschichte zu lehren, z.B. seine Ansicht über Christus, Huss, über Wilhelm I., Franz Joseph I., u.s.w. wahrheitsgemäß zum Besten zu geben? Wenn Jemand, wie vor Jahren z.B. Harden es getan, es wieder einmal offen sagen wollte, welch geringen Umfang die Bildung eines Kaisers haben müsse, würde er zum Lohn für seine Wahrheit nicht wieder einige Monate Festungshaft abzubüssen haben? 2

*

Ser. A, {109}
Der Kaufmannstand. u. die Teuerung Während fast sämtliche Kategorien von Menschen in festen Verträgen festgelegt sind, so daß noch so große ökonomische Wellen von Angebot u. Nachfrage ihre Verträge nicht erschüttern können, mit anderen Worten: währen die Betreffenden aussichtslos leiden, wenn z.B. eine große Teuerungswelle über sie hereinbricht, ist der Kaufmann, der Zwischenhändler u. nur er allein von der Gesellschaft gleichsam ermächtigt, von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde die Preise zu seinen eignen Gunsten, stets aber zu Ungunsten der eben in festen Verträgen schmachtenden Consumenten zu variiren u. zu reguliren. Man sagt, der Handel, der Zwischenhandel sei eben der Wohlstand des Landes u. diese Illusion macht den offenbaren Betrug sakrosankt. In Wirklichkeit ist es aber der Uebermut eines nur schwachen Standes, der nicht befähigt, selbst was zu erzeugen, mit den Erzeugnissen Anderer feilscht u. just die eigene Schwäche den tragfähigeren u. produktiveren Ständen aufzubürden versteht. Die schlechte Moral des Kaufmanns ist somit gleichsam die ewig latente Rache seiner Unintelligenz u. der Unproduktivität: er muß einfach betrügen, da er sonst, geistig unbemittelt, im Kampf um’s Dasein zugrunde gienge. Dies ist der letzte Kern der leider sogar wissenschaftlich gut accreditierten Lehren vom Gesetz des Angebotes u. der Nachfrage.

*

Der Mensch scheut als Tier die Anstrengung überhaupt: Seine Parole: ein Mindestmaß an Anstrengung. So ist auch der Glaube an „Gott“, wie er unter den Menschen üblich, nichts anderes, als wieder nur ein ebensolches Mindestmaß an Anstrengung. Sowohl in der Fragestellung als in der Antwort, ist nichts müheloser, also zu fragen: „Warum?“ „Woher?“ „Wohin?“ u. darauf zu antworten „Gott“! Nur das Mindestmaß an Anstrengung erklärt die Popularität „Gottes“ unter den Menschentieren. O! Könnten sie doch einmal den wahren Gott begreifen u. lieben lernen! [added in darker ink:] (Daher auch der Telegrammstil in den zehn Geboten).

*

© Transcription Ian Bent.

Ser. A, {104}

[undated]

[The following three items, occupying Ser. A, pp. 107‒109, are undated. They have been placed under December 21, 1909 solely so as to preserve their position in the original source.]

[Minor corrections by Jeanette: only the final text presented here]

Middle School Reform. 1 Perhaps the spectacle of the journalistic profession may also have contributed to the current deception of the "modernizers." How do these people stand there so dazzlingly before the whole world with their respect and money, without even having taken on the burden of many, all too many studies? They present, as people clearly accept inwardly, the most compelling evidence that, even without Greek or Latin, one can make one's way in society, no less to money, family and the like. But who will finally grasp the fact that the achievement of a "journalist" is, accordingly, merely an invalid one, derisory to all cultured beings?—

In truth, a root-and-branch reform of the teaching of history in middle schools will never succeed (admittedly, not even in the high schools). But this is due less to the teachers than to the writers of history. The selection and reconstruction of the events of world history predominantly only from kings, princes, etc., the disregarding and diminishing of those individuals to whom alone the credit should be given, this method, precisely because it is a lie, has no prospect of imprinting itself as convincingly on the human brain as would be possible otherwise for any truth. What a contradiction it must surely provoke in the youthful mind, when it is, for example, put in a position to connect with a Walter von der Vogelweide or a Goethe, Gauss, Copernicus and the likes, the achievements of whom are well-known to him, or at least are always within reach and checkable, and by contrast with, for instance, a Maximilian I, Karl I, Karl the Great, Wilhelm I or Franz Joseph I, whose own achievements he is unable to verify. "In the reign of" runs the stock phrase, or likewise "Wilhelm did this or that," and with every bone in its body humanity wants to cry out: "It wasn't the kings themselves who accomplished all {108} that the writer of history ascribes to them: no, it was others." In this misguided way, history generates a catalog of names, of kings, whilst truth, with its eternal might, at the same time, so to say, renders all kings lifeless and inanimate, and reduces them to pale corpses. ‒ It is understandable, then, that the young schoolboy does not wish to roam the graveyard paths ‒ what are the many dead bodies to him? He wants the truth, the real truth! But unfortunately, it is as I feared, for ever past. Do we not then see, even still today, that the truth may never be spoken, written or taught without false adjudication and exclusive attribution of alleged merits to those of high-standing? How then can the whole of history right back to antiquity able to be rectified, when still today people are obliged to proclaim that all merit ‒ which in truth belongs to others ‒ is to be attributed exclusively to the powerful one?

What a naive presumption it is then, is it not, to demand of precisely a middle school professor that which the great writers of history have themselves neglected? Would he not then promptly be deprived of his livelihood if he were to make even the most modest attempt to bring truth into the teaching of history, e.g. by giving his opinion on Christ, Huss, Wilhelm I, Franz Joseph I, et al, truthfully and to the best of his ability? If someone ‒ as for instance Harden did some years ago ‒ were to say once again openly how narrow an education an emperor was bound to have, would he as reward for his honesty not once again have to serve several months' imprisonment? 2

*

Ser. A, {109}
The business world and price increases. Whereas almost all categories of people are bound by fixed contracts such that whatever large economic waves of supply and demand [arise, they] cannot upset their contracts ‒ in other words, while those affected suffer desperately if for example a wave of price increases overwhelms them, the merchant, the middleman, and he alone, is virtually authorized by society to vary and manipulate the prices from day to day and hour to hour, to his own advantage but always to the disadvantage of the consumers, who languish under fixed contracts. It is said that trade, intermediate trade, constitutes the prosperity of the country, and this illusion renders the overt betrayal sacrosanct. In reality, however, it is the presumption of a merely weak class [of men] that is not itself qualified to produce anything, haggles over the products of others, and knows how to offload precisely its own weakness on to the stronger and more productive classes [of men]. The moral turpitude of the businessman is consequently, so to speak, the eternally latent vengefulness of his ineptitude and unproductiveness: he simply has to tell lies, since otherwise, lacking mental capacity, he would perish in the battle for existence. This is the ultimate kernel of the ‒ sadly even academically well-accredited ‒ teaching of the law of supply and demand.

*

As an animal, man eschews any kind of exertion: his watchword is: the minimum of effort. Thus even belief in "God" is, as customary among men, nothing other than just such a minimum of effort. In the asking of a question, as in its answering, nothing is more effortless than to ask: "Why?" "Whence?" " Whither?" and to answer that with "God"! Only the minimum of effort can explain the popularity of "God" among man the animal. Oh! if only they could once learn to understand and love the true God! [added in darker ink:] (Hence even the telegraphic style of the Ten Commandments.)

*

© Translation Ian Bent.

Ser. A, {104}

[undated]

[The following three items, occupying Ser. A, pp. 107‒109, are undated. They have been placed under December 21, 1909 solely so as to preserve their position in the original source.]

[Minor corrections by Jeanette: only the final text presented here]

Mittelschulreform. 1 Vielleicht mag zur gegenwärtigen Täuschung der „Modernisten“ auch die Anblick des Journalistenberufes beigetragen haben: wie stehen diese vor aller Welt heute so glänzend an Ansehen u. Geld da, auch ohne daß sie mit viel, allzuviel Studien sich belastet [?hätten] Sie stellen, wie man offenbar im Stillen annimmt, den lebendigsten Beweis eben dafür vor, daß man auch ohne Griechisch, Latein, es weit in der Gesellschaft u. sonst zu Geld, Familie u. dgl. bringen könne. Daß aber die Leistung des „Journalisten“ nur eine dementsprechend nichtige u. aller Kultur Hohn sprechende, wer will dieses endlich begreifen? —

Es wird wohl niemals gelingen, den Unterricht der Geschichte an der Mittelschule von Grund aus zu verbessern, (freilich aber auch nicht an der Hochschule). Dieses liegt aber weniger an den Lehrern, als an den Geschichtsschreibern. Das Beziehen u. Ableiten der Ereignisse der Weltgeschichte hauptsächlich nur von Königen, Fürsten u.s.w., das Ignorieren u. Schmälern jener Einzelnen, denen allein das Verdienst zuzuerkennen wäre, diese Methode hat, nur weil sie eine Lüge, keine Aussicht ins Gehirn der Menschen je so überzeugend zu dringen, wie es sonst einer jeden Wahrheit möglich wäre. Welcher Widerspruch muß sich doch im jungen Kopf auftun, da er z.B. mit einem Walter von der Vogelweide, mit Goethe, Gauss, Kopernikus u. dgl. deren eigene, ihm selbst wohlbekannte, oder mindestens stets erreichbare u. kontrol[l]ierbare Leistungen zu verknüpfen in die Lage gebracht wurde, dagegen ähnlich eigene Leistungen z.B. mit Maximilian I., Karl V., Karl dem Großen, Wilhelm I., Franz Joseph I., zu verbinden sich außer Stande sieht. „Unter der Regierung“ lautet die bereite Phrase, oder wohl auch: „Wilhelm tat dies oder jenes“ u. doch schreit es aus allen Poren der Menschheit: Nicht die Könige selbst sind es, die das alles vollbringen, was {108} ihnen der Geschichtsschreiber zuschreibt, nein, Andere sind es. So verzeichnet die Geschichte in mißverständlicher Weise einen Katalog von Namen, von Königen, während die Wahrheit mit ihrer ewigen Gewalt zur selben Zeit alle Könige sozusagen entseelt u. tötet, u. zu bloßen Leichnamen macht. ‒ Begreiflich nun, daß der junge Schüler in den Friedhofwegen nicht wandeln mag, ‒ was sollen ihm auch die vielen Leichen? Eine Wahrheit, eine wirkliche her! Doch leider ist es damit, wie ich befürchte, für immer vorbei. Sehen wir es denn nicht auch noch heute, daß die Wahrheit ohne falsches Zuerkennen u. Anketten angeblicher Verdienste an die Hochstehenden durchaus nicht immer gesagt, geschrieben, gelehrt werden dürfe? Wie sollte dann aber die ganze Geschichte bis ins Altertum zurück rektifiziert werden können, wenn man noch heute die Praxis beobachten muß, alle Verdienste, die in Wahrheit anderen gebühren, nur dem Mächtigen allein zuzuschreiben?

Welch’ naive Zumutung sodann übrigens, just von einem Mittelschulprofessor zu verlangen, was die großen Geschichtsschreibe[r]n selbst versäumt haben? Und würde er denn nicht sofort um Brod [sic] u. Erwerb gebracht werden, wenn er nur den bescheidensten Versuch machte, die Wahrheit in der Geschichte zu lehren, z.B. seine Ansicht über Christus, Huss, über Wilhelm I., Franz Joseph I., u.s.w. wahrheitsgemäß zum Besten zu geben? Wenn Jemand, wie vor Jahren z.B. Harden es getan, es wieder einmal offen sagen wollte, welch geringen Umfang die Bildung eines Kaisers haben müsse, würde er zum Lohn für seine Wahrheit nicht wieder einige Monate Festungshaft abzubüssen haben? 2

*

Ser. A, {109}
Der Kaufmannstand. u. die Teuerung Während fast sämtliche Kategorien von Menschen in festen Verträgen festgelegt sind, so daß noch so große ökonomische Wellen von Angebot u. Nachfrage ihre Verträge nicht erschüttern können, mit anderen Worten: währen die Betreffenden aussichtslos leiden, wenn z.B. eine große Teuerungswelle über sie hereinbricht, ist der Kaufmann, der Zwischenhändler u. nur er allein von der Gesellschaft gleichsam ermächtigt, von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde die Preise zu seinen eignen Gunsten, stets aber zu Ungunsten der eben in festen Verträgen schmachtenden Consumenten zu variiren u. zu reguliren. Man sagt, der Handel, der Zwischenhandel sei eben der Wohlstand des Landes u. diese Illusion macht den offenbaren Betrug sakrosankt. In Wirklichkeit ist es aber der Uebermut eines nur schwachen Standes, der nicht befähigt, selbst was zu erzeugen, mit den Erzeugnissen Anderer feilscht u. just die eigene Schwäche den tragfähigeren u. produktiveren Ständen aufzubürden versteht. Die schlechte Moral des Kaufmanns ist somit gleichsam die ewig latente Rache seiner Unintelligenz u. der Unproduktivität: er muß einfach betrügen, da er sonst, geistig unbemittelt, im Kampf um’s Dasein zugrunde gienge. Dies ist der letzte Kern der leider sogar wissenschaftlich gut accreditierten Lehren vom Gesetz des Angebotes u. der Nachfrage.

*

Der Mensch scheut als Tier die Anstrengung überhaupt: Seine Parole: ein Mindestmaß an Anstrengung. So ist auch der Glaube an „Gott“, wie er unter den Menschen üblich, nichts anderes, als wieder nur ein ebensolches Mindestmaß an Anstrengung. Sowohl in der Fragestellung als in der Antwort, ist nichts müheloser, also zu fragen: „Warum?“ „Woher?“ „Wohin?“ u. darauf zu antworten „Gott“! Nur das Mindestmaß an Anstrengung erklärt die Popularität „Gottes“ unter den Menschentieren. O! Könnten sie doch einmal den wahren Gott begreifen u. lieben lernen! [added in darker ink:] (Daher auch der Telegrammstil in den zehn Geboten).

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© Transcription Ian Bent.

Ser. A, {104}

[undated]

[The following three items, occupying Ser. A, pp. 107‒109, are undated. They have been placed under December 21, 1909 solely so as to preserve their position in the original source.]

[Minor corrections by Jeanette: only the final text presented here]

Middle School Reform. 1 Perhaps the spectacle of the journalistic profession may also have contributed to the current deception of the "modernizers." How do these people stand there so dazzlingly before the whole world with their respect and money, without even having taken on the burden of many, all too many studies? They present, as people clearly accept inwardly, the most compelling evidence that, even without Greek or Latin, one can make one's way in society, no less to money, family and the like. But who will finally grasp the fact that the achievement of a "journalist" is, accordingly, merely an invalid one, derisory to all cultured beings?—

In truth, a root-and-branch reform of the teaching of history in middle schools will never succeed (admittedly, not even in the high schools). But this is due less to the teachers than to the writers of history. The selection and reconstruction of the events of world history predominantly only from kings, princes, etc., the disregarding and diminishing of those individuals to whom alone the credit should be given, this method, precisely because it is a lie, has no prospect of imprinting itself as convincingly on the human brain as would be possible otherwise for any truth. What a contradiction it must surely provoke in the youthful mind, when it is, for example, put in a position to connect with a Walter von der Vogelweide or a Goethe, Gauss, Copernicus and the likes, the achievements of whom are well-known to him, or at least are always within reach and checkable, and by contrast with, for instance, a Maximilian I, Karl I, Karl the Great, Wilhelm I or Franz Joseph I, whose own achievements he is unable to verify. "In the reign of" runs the stock phrase, or likewise "Wilhelm did this or that," and with every bone in its body humanity wants to cry out: "It wasn't the kings themselves who accomplished all {108} that the writer of history ascribes to them: no, it was others." In this misguided way, history generates a catalog of names, of kings, whilst truth, with its eternal might, at the same time, so to say, renders all kings lifeless and inanimate, and reduces them to pale corpses. ‒ It is understandable, then, that the young schoolboy does not wish to roam the graveyard paths ‒ what are the many dead bodies to him? He wants the truth, the real truth! But unfortunately, it is as I feared, for ever past. Do we not then see, even still today, that the truth may never be spoken, written or taught without false adjudication and exclusive attribution of alleged merits to those of high-standing? How then can the whole of history right back to antiquity able to be rectified, when still today people are obliged to proclaim that all merit ‒ which in truth belongs to others ‒ is to be attributed exclusively to the powerful one?

What a naive presumption it is then, is it not, to demand of precisely a middle school professor that which the great writers of history have themselves neglected? Would he not then promptly be deprived of his livelihood if he were to make even the most modest attempt to bring truth into the teaching of history, e.g. by giving his opinion on Christ, Huss, Wilhelm I, Franz Joseph I, et al, truthfully and to the best of his ability? If someone ‒ as for instance Harden did some years ago ‒ were to say once again openly how narrow an education an emperor was bound to have, would he as reward for his honesty not once again have to serve several months' imprisonment? 2

*

Ser. A, {109}
The business world and price increases. Whereas almost all categories of people are bound by fixed contracts such that whatever large economic waves of supply and demand [arise, they] cannot upset their contracts ‒ in other words, while those affected suffer desperately if for example a wave of price increases overwhelms them, the merchant, the middleman, and he alone, is virtually authorized by society to vary and manipulate the prices from day to day and hour to hour, to his own advantage but always to the disadvantage of the consumers, who languish under fixed contracts. It is said that trade, intermediate trade, constitutes the prosperity of the country, and this illusion renders the overt betrayal sacrosanct. In reality, however, it is the presumption of a merely weak class [of men] that is not itself qualified to produce anything, haggles over the products of others, and knows how to offload precisely its own weakness on to the stronger and more productive classes [of men]. The moral turpitude of the businessman is consequently, so to speak, the eternally latent vengefulness of his ineptitude and unproductiveness: he simply has to tell lies, since otherwise, lacking mental capacity, he would perish in the battle for existence. This is the ultimate kernel of the ‒ sadly even academically well-accredited ‒ teaching of the law of supply and demand.

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As an animal, man eschews any kind of exertion: his watchword is: the minimum of effort. Thus even belief in "God" is, as customary among men, nothing other than just such a minimum of effort. In the asking of a question, as in its answering, nothing is more effortless than to ask: "Why?" "Whence?" " Whither?" and to answer that with "God"! Only the minimum of effort can explain the popularity of "God" among man the animal. Oh! if only they could once learn to understand and love the true God! [added in darker ink:] (Hence even the telegraphic style of the Ten Commandments.)

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© Translation Ian Bent.

Footnotes

1 There are two paragraphs on the same subject in Schenker's diary for January 31, 1908, prompted by a lead-article in the Neue freie Presse of January 23, 1908.

2 Maximilan Harden was a critic of Emperor Wilhelm II and publicly denounced homosexual behavior among members of the Emperor's entourage, notably Philippe, Prince of Eulenburg-Hertefeld, in the period 1907‒09. Harden was convicted of libel and sentenced to four months' imprisonment, only for the verdict subsequently to be overturned.