31. Juli.

Ausflug nach dem Vales Pass. Hinter Piano dei Casoni bietet sich der ert erste gründliche Blick in die Palagruppe; der bequeme schöne Steig führt endlich zu einer Mulde, in die zahllose Bergspitzen, ebenso viele Uebergänge bildend, hineinblicken. Zwischen Pradazzo u. Vales zieht nun der Passweg hinan u. oben auf der Paßhöhe kündet eine Grenztafel das „Kaisertum Österreich“ an. Ein paar Schritte weiter u. es enthüllt sich das Panorama neuer Gebirgsstöcke (Civetta      ) 1 [.] Die unübersehbaren {211} Ketten von Gebirgszügen bedeuten dem Menschen umso eindringlicher seine Grenzen; so sicher die Berge den Menschen zugänglich sich erweisen, lehren gleichwohl die mit ihrer Ueberwältigung verbundenen Schwierigkeiten, insbesondere die Nachteile an Zeit- und Gesundheitsverlust, daß sie zum ständigen Umgang mit den Menschen nur wenig eignen. Der wahre Freund des Menschen ist das Tal; hier schreite er denn aus, Entferntes nach Möglichkeit verbindend u. all’ der verschiedenen Kürzungen sich zu höheren Zwecken bedienend. Und wie töricht erst gar die Hoffnung der Menschen, sie könnten der Luft Wege u. Straßen abgewinnen, wie sie sie im Tal zu gebrauchen gewohnt sind. Wenn sich die schon Berge gegen den Menschen streäuben, um wie viel mehr doch die Luft, die nicht einmal den festen Tritt so gestattet, wie jene. Und während die Natur alle ihre Gesetze nur so zur Erfüllung bringt, daß indem sie gerade die Verschiedenheit der Elemente als solche walten läßt, will der auf das Schwergesetz angewiesene Mensch die Verschiedenheit negieren u. Einheitsformeln auch dort diktieren, wo nicht einmal die Natur sie duldet . ! Indessen ist zu hoffen, daß wie immer, so auch in diesem Streite die Natur Recht behält ; . sSchon mehren sich die Anzeichen, daß die durch die Aviatik eingebrachten Vorteile im Mißverhältnis zu den Gefahren stehen. Nirgends erweist sich das Luftschiff oder der Aeroplan verläßlich u. nützlich, nicht im Frieden, nicht im Krieg u. so wird dann endlich auch die Nutzlosigkeit die Verschiedenheit der Elemente respektieren lehren. Könnte doch der Mensch, statt seinden Körper, seine Seele besser fliegen machen!

*

Auf dem Wege zum Paß, unmittelbar bei Piano dei Casoni trafen {212} wir einen kleinen Trupp von Soldaten, die gerade von ihrem Officier einexerziert wurden; die occupierten den Weg der ganzen Breite nach, sodaß wir die Wahl hatten, entweder den Leutnant oder die Soldaten zu umkreisen. Da dieß [sic] indessen nicht ohne Schwierigkeiten war, hat der Leutnant in Ausübung einer schönen Pflicht der Ritterlichkeit vor unseren Augen den Trupp so manövriert, daß er den Weg frei gab. Die Einschaltung dieser Höflichkeit machte auf uns den günstigsten Eindruck u, umso erfreuter setzten wir den Weg fort.

*

An der Tafel treten wir in Verbindung mit der Familie des Konzert-Arrangeurs aus Mannheim, Klein, Mann, Frau 2 u. Sohn, die ein halbwegs annehmbares Milieu vorstellen. Der Verkehr mit ausübenden Künstlern verfeinert schließlich auch denjenigen, der alle Ausübung blos [sic] zum Gegenstand eines Geschäftes macht. Die Interessen der Kunst werden schließlich auch zu Interessen des Händlers u. verschönern das Leben zu hause [sic] u. auswärts. Besonders deutlich ist die wohltuende ist diese Rückwirkung bei dem jungen Sohne wahrnehmbar, der, von allen Vorteilen des guten Geschäftsganges abgesehen, als Student der Phyilosophie noch reichere Vorteile aus der Situation seines Vaters zu ziehen vermag, als dieser selbst. Die Berührung mit Künstlern u. Gelehrten wird zu seiner persönlichen Angelegenheit u. hilft die Kenntnisse vermehren. Meiner Gewohnheit gemäß habe ich nicht versäumt dem Jungen einige fruchtbare Winke zu geben, weniger auf Dank rechnend, als auf den Vorteil der von mir vertretenen Anschauung bedacht. Mögen die Winke auf fruchtbaren Boden fallen! —

*

{213} Der centrale Lebensinstinkt, der allen Menschen gegeben ist, verhindert sie leider zum Bewußtsein ihrer Unzulänglichkeit zu gelangen. Um sich gegenüber denjenigen zu behaupten, die vermöge ihrer größeren Begabung sich herauszunehmen, den hilfsbedürftigen Menschen im Interesse höherer Ziele Wege zu weisen, bedienen sie sich der seltsamsten Ausreden zum Schutze ihrer Bestrebungen, die sie freilich aus Unzulänglichkeit nicht zu empfinden vermögen. Ohne darauf Rücksicht zu nehmen, daß die weniger begabten Menschen der größten Wohltaten eben dadurch verlustig werden, daß sie sich gegen die Begabteren sträuben, vermochte die Natur das Problem dennoch nicht anders zu lösen, als daß sie den Unzulänglichen Eigensinn mitgab, der als Modifikation des Lebensinstinktes ihre Unzulänglichkeit zu schützen berufen ist. Der Unzulängliche will u. muß unzulänglich bleiben u. sei es, daß er darüber Schaden leidet.
Vielfältig sind die Schutzmaßregeln, die er im Kampfe gegen den verkannten Wohltäter anwendet u. selbst die Religion verleiht ihm gegen Mächtigeren ihren Schutz. Sind die „Armen im Geiste“ nicht fähig, der Welt Glück, Frieden u. Wohlfahrt zu bringen, so hat sie gleichwohl die christliche Religion leider im Werte gesteigert, um sie so der Verzweiflung zu entreißen, der sie im Kampfe ums Leben sicher anheim gefallen wären. Besteht doch auch für die Religion dasselbe Dilemma, wie für die Natur selbst: entweder den Untüchtigen eben wegen seiner Untüchtigkeit Unfähigkeit zu vernichten, oder ihn trotz Unfähigkeit dem Leben zu erhalten u. da wählten beide, sowohl die Natur, als die Religion den zweiten Weg, nahmen dem Unzulänglichen das Bewußstein seiner Unzulänglichkeit und gaben ihm desto mehr Einbildung, mit der ausgesprochenen Absicht, ihn zu schützen u. zu behüten.

*

© Transcription Marko Deisinger.

July 31.

Trip to the Passo di Valles. Beyond Pian dei Casoni, the first real view of the Pala group opens up; the comfortable, pleasant ascent ultimately leads to a depression in which countless mountain peaks, comprising just as many ways across, come into view. Between Predazzo and Valles the path to the pass now draws us; and above, at the summit of the pass, the "Austrian Empire" is marked by the boundary sign. A few steps further, and the panorama of new massifs (Civetta      ) 1 unfold. The immense {211} chains of mountain ranges mark their boundaries all the more powerfully; as surely as the mountains prove accessible to people, the difficulties that are bound up in the conquering of them – especially the disadvantages of loss of time and of health – teach us nonetheless that they are little suited to the constant contact with humans. The true friend of the human being is the valley; it is here that he can stride forth, connecting distant points at will and taking advantage of all the various shortcuts for higher purposes. And how foolish is man’s very hope to be able to gain from the air paths and streets of the sort that he is accustomed to using in the valley. If after all mountains oppose themselves to man, how much more will the air really do, which does not even allow the firm footing of the former. And while Nature brings all of its laws into fulfillment by letting the very diversity of the elements prevail, man who is instructed in this iron rule would wish to negate this diversity, and to dictate formulas of unity even where Nature would not at all tolerate them! In the meanwhile, one would hope that even in this struggle, as always, Nature asserts its right; already the indications have multiplied that the advantages that have arisen from aviation stand in an unfavorable relationship to the dangers. Nowhere has the air balloon or the airplane proved trustworthy and useful: not in peace, not in war; and so this uselessness will finally teach us to respect the diversity of the elements. If only man could make his soul, rather than his body, fly better!

*

On the way to the pass, very near to Piano dei Casoni, we met {212} a small troupe of soldiers who were at that moment being exercised by their commanding officer; as they filled the entire breadth of the path, we had the choice of passing around either the lieutenant or his soldiers. Neither of these options were, however, without difficulties; and so the lieutenant, in fulfillment of a nice obligation of chivalry, before our very eyes, maneuvered his troupe in such a way as to make the path accessible. The activation of this courtesy made a favorable impression on us, and we continued on our way with even greater delight.

*

At the dining table, we came into contact with the family of the concert manager from Mannheim by the name of Klein: 2 husband, wife, and son, which represented a halfway acceptable environment. Their association with practicing artists eventually refines even those from whom all exercise is directed merely towards the object of a business deal. Their concerns for art eventually become concerns of the businessman, and beautify life at home and outside. Of particular benefit is this retroactive effect on the young boy who, apart from all the advantages of good business practice, is able – as a student of philosophy – to gain yet richer advantages from his father’s situation than the father himself. The contact with artists and scholars becomes a personal matter, which helps to increase the acquisition of knowledge. In accordance with my custom, I did not neglect to give the boy a few helpful hints, less counting on gratitude than for the benefit of the good opinion he would gain about me. May my hints fall on fruitful ground! —

*

{213} The central instinct of life, which is given to all people, unfortunately prevents them from becoming conscious of their inadequacy. To assert themselves over those who, with their greater giftedness, presume to point out paths to the more helpless in the interest of higher goals, they avail themselves of the strangest excuses to protect their endeavors – excuses which their incompetence of course makes them incapable of sensing. Not taking heed of the fact that the less gifted people are incapable of the greatest deeds by the very fact that they struggle against the more gifted, Nature was nonetheless unable to solve the problem except by furnishing the inadequate ones with obstinacy which, as a modification of the instinct of life, is called upon to protect their inadequacy. The inadequate person will and must remain inadequate, even if it turns out that he suffers injury as a result.
The preventative measures that he employs in his struggle against his unrecognized benefactors are numerous; and religion itself offers him its protection against more powerful forces. If those "intellectually impoverished" are incapable of bringing happiness, freedom and prosperity to the world, the Christian religion has nonetheless, unfortunately, increased their value in order to release them from the despair to which they would surely have succumbed in their struggle for life. But the same dilemma exists for religion as it does for Nature itself: either to destroy the unfit on the very account of their incompetence, or to maintain them in spite of their incapacity for life. And both – not only Nature, but also religion – chose the second path: they rendered the incompetent unconscious of their incompetence, and gave him all the more delusion, with the express intention of protecting and looking after him.

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© Translation William Drabkin.

31. Juli.

Ausflug nach dem Vales Pass. Hinter Piano dei Casoni bietet sich der ert erste gründliche Blick in die Palagruppe; der bequeme schöne Steig führt endlich zu einer Mulde, in die zahllose Bergspitzen, ebenso viele Uebergänge bildend, hineinblicken. Zwischen Pradazzo u. Vales zieht nun der Passweg hinan u. oben auf der Paßhöhe kündet eine Grenztafel das „Kaisertum Österreich“ an. Ein paar Schritte weiter u. es enthüllt sich das Panorama neuer Gebirgsstöcke (Civetta      ) 1 [.] Die unübersehbaren {211} Ketten von Gebirgszügen bedeuten dem Menschen umso eindringlicher seine Grenzen; so sicher die Berge den Menschen zugänglich sich erweisen, lehren gleichwohl die mit ihrer Ueberwältigung verbundenen Schwierigkeiten, insbesondere die Nachteile an Zeit- und Gesundheitsverlust, daß sie zum ständigen Umgang mit den Menschen nur wenig eignen. Der wahre Freund des Menschen ist das Tal; hier schreite er denn aus, Entferntes nach Möglichkeit verbindend u. all’ der verschiedenen Kürzungen sich zu höheren Zwecken bedienend. Und wie töricht erst gar die Hoffnung der Menschen, sie könnten der Luft Wege u. Straßen abgewinnen, wie sie sie im Tal zu gebrauchen gewohnt sind. Wenn sich die schon Berge gegen den Menschen streäuben, um wie viel mehr doch die Luft, die nicht einmal den festen Tritt so gestattet, wie jene. Und während die Natur alle ihre Gesetze nur so zur Erfüllung bringt, daß indem sie gerade die Verschiedenheit der Elemente als solche walten läßt, will der auf das Schwergesetz angewiesene Mensch die Verschiedenheit negieren u. Einheitsformeln auch dort diktieren, wo nicht einmal die Natur sie duldet . ! Indessen ist zu hoffen, daß wie immer, so auch in diesem Streite die Natur Recht behält ; . sSchon mehren sich die Anzeichen, daß die durch die Aviatik eingebrachten Vorteile im Mißverhältnis zu den Gefahren stehen. Nirgends erweist sich das Luftschiff oder der Aeroplan verläßlich u. nützlich, nicht im Frieden, nicht im Krieg u. so wird dann endlich auch die Nutzlosigkeit die Verschiedenheit der Elemente respektieren lehren. Könnte doch der Mensch, statt seinden Körper, seine Seele besser fliegen machen!

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Auf dem Wege zum Paß, unmittelbar bei Piano dei Casoni trafen {212} wir einen kleinen Trupp von Soldaten, die gerade von ihrem Officier einexerziert wurden; die occupierten den Weg der ganzen Breite nach, sodaß wir die Wahl hatten, entweder den Leutnant oder die Soldaten zu umkreisen. Da dieß [sic] indessen nicht ohne Schwierigkeiten war, hat der Leutnant in Ausübung einer schönen Pflicht der Ritterlichkeit vor unseren Augen den Trupp so manövriert, daß er den Weg frei gab. Die Einschaltung dieser Höflichkeit machte auf uns den günstigsten Eindruck u, umso erfreuter setzten wir den Weg fort.

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An der Tafel treten wir in Verbindung mit der Familie des Konzert-Arrangeurs aus Mannheim, Klein, Mann, Frau 2 u. Sohn, die ein halbwegs annehmbares Milieu vorstellen. Der Verkehr mit ausübenden Künstlern verfeinert schließlich auch denjenigen, der alle Ausübung blos [sic] zum Gegenstand eines Geschäftes macht. Die Interessen der Kunst werden schließlich auch zu Interessen des Händlers u. verschönern das Leben zu hause [sic] u. auswärts. Besonders deutlich ist die wohltuende ist diese Rückwirkung bei dem jungen Sohne wahrnehmbar, der, von allen Vorteilen des guten Geschäftsganges abgesehen, als Student der Phyilosophie noch reichere Vorteile aus der Situation seines Vaters zu ziehen vermag, als dieser selbst. Die Berührung mit Künstlern u. Gelehrten wird zu seiner persönlichen Angelegenheit u. hilft die Kenntnisse vermehren. Meiner Gewohnheit gemäß habe ich nicht versäumt dem Jungen einige fruchtbare Winke zu geben, weniger auf Dank rechnend, als auf den Vorteil der von mir vertretenen Anschauung bedacht. Mögen die Winke auf fruchtbaren Boden fallen! —

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{213} Der centrale Lebensinstinkt, der allen Menschen gegeben ist, verhindert sie leider zum Bewußtsein ihrer Unzulänglichkeit zu gelangen. Um sich gegenüber denjenigen zu behaupten, die vermöge ihrer größeren Begabung sich herauszunehmen, den hilfsbedürftigen Menschen im Interesse höherer Ziele Wege zu weisen, bedienen sie sich der seltsamsten Ausreden zum Schutze ihrer Bestrebungen, die sie freilich aus Unzulänglichkeit nicht zu empfinden vermögen. Ohne darauf Rücksicht zu nehmen, daß die weniger begabten Menschen der größten Wohltaten eben dadurch verlustig werden, daß sie sich gegen die Begabteren sträuben, vermochte die Natur das Problem dennoch nicht anders zu lösen, als daß sie den Unzulänglichen Eigensinn mitgab, der als Modifikation des Lebensinstinktes ihre Unzulänglichkeit zu schützen berufen ist. Der Unzulängliche will u. muß unzulänglich bleiben u. sei es, daß er darüber Schaden leidet.
Vielfältig sind die Schutzmaßregeln, die er im Kampfe gegen den verkannten Wohltäter anwendet u. selbst die Religion verleiht ihm gegen Mächtigeren ihren Schutz. Sind die „Armen im Geiste“ nicht fähig, der Welt Glück, Frieden u. Wohlfahrt zu bringen, so hat sie gleichwohl die christliche Religion leider im Werte gesteigert, um sie so der Verzweiflung zu entreißen, der sie im Kampfe ums Leben sicher anheim gefallen wären. Besteht doch auch für die Religion dasselbe Dilemma, wie für die Natur selbst: entweder den Untüchtigen eben wegen seiner Untüchtigkeit Unfähigkeit zu vernichten, oder ihn trotz Unfähigkeit dem Leben zu erhalten u. da wählten beide, sowohl die Natur, als die Religion den zweiten Weg, nahmen dem Unzulänglichen das Bewußstein seiner Unzulänglichkeit und gaben ihm desto mehr Einbildung, mit der ausgesprochenen Absicht, ihn zu schützen u. zu behüten.

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© Transcription Marko Deisinger.

July 31.

Trip to the Passo di Valles. Beyond Pian dei Casoni, the first real view of the Pala group opens up; the comfortable, pleasant ascent ultimately leads to a depression in which countless mountain peaks, comprising just as many ways across, come into view. Between Predazzo and Valles the path to the pass now draws us; and above, at the summit of the pass, the "Austrian Empire" is marked by the boundary sign. A few steps further, and the panorama of new massifs (Civetta      ) 1 unfold. The immense {211} chains of mountain ranges mark their boundaries all the more powerfully; as surely as the mountains prove accessible to people, the difficulties that are bound up in the conquering of them – especially the disadvantages of loss of time and of health – teach us nonetheless that they are little suited to the constant contact with humans. The true friend of the human being is the valley; it is here that he can stride forth, connecting distant points at will and taking advantage of all the various shortcuts for higher purposes. And how foolish is man’s very hope to be able to gain from the air paths and streets of the sort that he is accustomed to using in the valley. If after all mountains oppose themselves to man, how much more will the air really do, which does not even allow the firm footing of the former. And while Nature brings all of its laws into fulfillment by letting the very diversity of the elements prevail, man who is instructed in this iron rule would wish to negate this diversity, and to dictate formulas of unity even where Nature would not at all tolerate them! In the meanwhile, one would hope that even in this struggle, as always, Nature asserts its right; already the indications have multiplied that the advantages that have arisen from aviation stand in an unfavorable relationship to the dangers. Nowhere has the air balloon or the airplane proved trustworthy and useful: not in peace, not in war; and so this uselessness will finally teach us to respect the diversity of the elements. If only man could make his soul, rather than his body, fly better!

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On the way to the pass, very near to Piano dei Casoni, we met {212} a small troupe of soldiers who were at that moment being exercised by their commanding officer; as they filled the entire breadth of the path, we had the choice of passing around either the lieutenant or his soldiers. Neither of these options were, however, without difficulties; and so the lieutenant, in fulfillment of a nice obligation of chivalry, before our very eyes, maneuvered his troupe in such a way as to make the path accessible. The activation of this courtesy made a favorable impression on us, and we continued on our way with even greater delight.

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At the dining table, we came into contact with the family of the concert manager from Mannheim by the name of Klein: 2 husband, wife, and son, which represented a halfway acceptable environment. Their association with practicing artists eventually refines even those from whom all exercise is directed merely towards the object of a business deal. Their concerns for art eventually become concerns of the businessman, and beautify life at home and outside. Of particular benefit is this retroactive effect on the young boy who, apart from all the advantages of good business practice, is able – as a student of philosophy – to gain yet richer advantages from his father’s situation than the father himself. The contact with artists and scholars becomes a personal matter, which helps to increase the acquisition of knowledge. In accordance with my custom, I did not neglect to give the boy a few helpful hints, less counting on gratitude than for the benefit of the good opinion he would gain about me. May my hints fall on fruitful ground! —

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{213} The central instinct of life, which is given to all people, unfortunately prevents them from becoming conscious of their inadequacy. To assert themselves over those who, with their greater giftedness, presume to point out paths to the more helpless in the interest of higher goals, they avail themselves of the strangest excuses to protect their endeavors – excuses which their incompetence of course makes them incapable of sensing. Not taking heed of the fact that the less gifted people are incapable of the greatest deeds by the very fact that they struggle against the more gifted, Nature was nonetheless unable to solve the problem except by furnishing the inadequate ones with obstinacy which, as a modification of the instinct of life, is called upon to protect their inadequacy. The inadequate person will and must remain inadequate, even if it turns out that he suffers injury as a result.
The preventative measures that he employs in his struggle against his unrecognized benefactors are numerous; and religion itself offers him its protection against more powerful forces. If those "intellectually impoverished" are incapable of bringing happiness, freedom and prosperity to the world, the Christian religion has nonetheless, unfortunately, increased their value in order to release them from the despair to which they would surely have succumbed in their struggle for life. But the same dilemma exists for religion as it does for Nature itself: either to destroy the unfit on the very account of their incompetence, or to maintain them in spite of their incapacity for life. And both – not only Nature, but also religion – chose the second path: they rendered the incompetent unconscious of their incompetence, and gave him all the more delusion, with the express intention of protecting and looking after him.

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© Translation William Drabkin.

Footnotes

1 In the parentheses, an empty space has been left for an additional note.

2 Presumably Jacob und Wilhelmine Klein who, together with Moriz Rosenthal, sent Schenker a greeting card from Mannheim on November 13, 1912 (= OJ 13/29, [9]).