29. IX. 15

Galizische Juden: Man macht ihnen zum Vorwurf, daß sie sich so schwer an andere Nationen anschließen, sich schwer ihnen assimilieren. Und mit Unbehagen konstatiert , man Manieren u. Geberden [sic], die sie sich auch dann noch erhalten, nachdem sie in Verbindung mit besseren Kreisen getreten sind. Ich meine aber, hiebei spiele die Rassenfrage die am wenigsten entscheidende isolierende Rolle; einzig u. allein dagegen kommt meiner Meinung nach ihre grenzenlose Armut als Ursache in Betracht. Wer wie sie von der Hand in den Mund lebt, unter schwersten Bedingungen, verhaßt, [illeg]verachtet u. geächtet, verfolgt, mit meist zahlreicher Familie behaftet, in ihrem Besten verkannt – wie z. B. in ihrer Bildung –, findet im erschütterten Organismus keine Disposition zur Assimilierung. Sie sind wie Soldaten im Felde: mit Sorgen um das Leben bepackt u. in andauernder Schlacht. Man trage aber einem kämpfenden Soldaten auf, sich im Felde die guten Manieren eines reichen, augenblicklich volle Sicherheit genießenden Mannes anzueignen u. sie auszuüben. Sie kommen einfach nicht zu Athem u. können deshalb gar nicht an Manieren denken. Ja, es wird ihnen nicht einmal bewußt, daß ihnen solche im Kampfe förderlich wären! Kommt dazu noch, aber wie gesagt in 2. Linie, das konfessionelle Moment, so ist der erste Grund um vieles verstärkt. Wie es aber den Juden sonst leicht fällt, sich auch bessere Manieren anzueignen, mag man an den Reichgewordenen sehen; was bei diesen allenfalls dann noch als jüdischer Rest übriggeblieben, ist sicher nur auf Rechnung der Rasse zu setzen. Gegen den diesen Tonfall aber u. sonstige Kennzeichen, die auf die Rasse zurückzuführen sind, ist bei den Juden ebensowenig etwas einzuwenden, wie beim polnischen, tschechischen oder slavischen Tonfall, der wieder auf Rechnung ihrer Nation zu setzen ist. Dies alles hängt aber nicht mehr mit der ersten hier angeregten Frage zusammen.

*

In diesen Zeitläuften bieten die Zeitungen u. Brochuren ein seltsames Bild, indem sie überaus eifrig Citate von großen deutschen Männern über unsere Gegner bringen, wie z. B. von Goethe, Herder, Lessing, Schopenhauer, Nietzsche, Wagner, u. s. f. Sie überbieten sich {1042} förmlich darin, so viel als wie möglich solcher Citate den Lesern vorzulegen. Diese Urteile stammen aus alten Zeiten, äußern aber trotz der Tendenz zur Verallgemeinerung eine gesunde Beobachtung der fremden Nationen. Muß man nun staunen, daß deutschen Lesern jene Urteile so wenig bekannt sind, daß sie erst bei einem neuen Anlaß, zumal bei solchem Anlass von neuem bekannt gemacht werden müssen, so muß man sich noch mehr darüber wundern, daß man sie endlich auch als so autoritativ anführt. Offenbar ist es nur die Not des Augenblicks, in der die eine Zeitung, lesende u. wie schreibende Menschheit sich zu jenen Großen flüchtet. u. gGerade darin enthüllt sich die grausame Ironie. : Ddenn jene vernünftigen Stimmen wurden, sobald der Augenblick der Gefahr vorüber war, tausendfach überschrieen [sic] vom Chor der Krämer u. Krämerweiber, die, wie sie sagten, alles aus eigener Wahrnehmung besser wußten. Dieses Gesindel war es, das in Zeiten des Friedens die Genies berichtigte u. das Urteil über unsere Gegner abgab. Nun kriechen sie heute zu Kreuze, u. lassen das Urteil des Genies walten. Aber sicher nur vorübergehend! Denn kaum verziehen sich die Wolken, ist wieder der Pöbel obenauf, die in der Not gemurmelten Gebete werden eingestellt u. das falsche Urteil der Krämer behält Oberhand! —

*

Man überschätze die Wissbegier der Jugend nicht! Denn sie frägt nach so Manchem, weniger um Bedeutung oder Ursache zu erfahren, sondern nur einfach weil alles Fragen so einfach u. billig ist. Zum richtigen Bild der Jugend gelangt man am besten, wenn man sich vergegenwärtigt, daß sie zu einer Leistung viel schwerer zu haben ist, als zum bloßen Fragen. Wäre aber wahre Wissbegierde Ursache der Frage, so läge es von vornherein in der Natur der Jugend noch mehr zu leisten als zu fragen, da jegliche Leistung den Dingen mehr Antwort abverlangt, als Menschen Antwort geben können. —

*

Vom guten Alten: In zweifelhaften Epochen regt sich am heftigsten der Vorwurf angebli- {1043} cher Neuerer gegen diejenigen, die gegen sie am Alten festzuhalten geneigt sind. Nicht ohne Bitterkeit werden wird den Anhängern des Alten vorgehalten, es sei so immer gewesen, daß man am Alten festhielt, obgleich die Zeit, wie die Geschichte erweist, darüber hinweg längst zu Neuem schritt. Es könnte scheinen, als würde die Geschichte in der Tat den Neuerern allemal Recht geben; u. doch ist genau besehen der Vorwurf aus Unkenntnis des wahren Sachverhaltes geboren. Ich will es kurz so formulieren: Würde z. B. nach Sophokles ['] Tode gleich ein Shakespeare, ein Schiller oder Goethe sich erhoben haben, ich wette, daß es keinem vernünftigen Menschen einfiele, gegenüber dem solchem Neuen das Alte immer noch in dem Sinne zu verfechten, als wäre es das Bessere u. einzige Unerreichbare. Indessen macht aber die Natur solche Sprünge nicht, u. da nach Sophokles vorerst Euripides sich zu Wort meldete, so haben die vernünftigen Menschen alle Ursache, den Wert des letzteren in dem Sinne anzuzweifeln, als wäre d er der [illeg]Ueberlegenere. Und so ist es in allen ähnlichen Situationen: Man verweist Pfuschern u. Nichtkönnern mit Recht ihre Andersmacherei, ohne damit sagen zu wollen, daß man sich gegen alles Künftige ebenso ablehnend zu verhalten gedenke. Nach Beethovens Tode war es z. B. möglich u. erlaubt, Schuberts Kammermusik, trotz neuer Individualität, abzulehnen, um die eines Brahms wieder nur desto wärmer zu begrüßen. —

*

© Transcription Marko Deisinger.

September 29, 1915.

Galician Jews: they are criticized for having such difficulty in linking up with other nations, of assimilating themselves to them. And one attributes to them, with some anxiety, manners and gestures that they continue to retain after they have come into contact with better circles of people. But I think that the racial question plays the smallest role in their isolation; for me, the one and only cause for this is their boundless poverty. Anyone who lives, like them, from hand to mouth, under the most difficult conditions – hated, despised and ostracized, pursued, burdened usually with a large family, and underestimated in what they do best (e.g. in their education) – will find no disposition to assimilate in their shattered being. They are like soldiers on the battlefield: filled with concerns for their life and in a constant state of warfare. But one should instruct the fighting soldier on the battlefield to adopt and exercise the good manners of a man who is wealthy and enjoys the full security of the moment. They simply cannot recover their breath, and for that reason cannot be thinking at all of good manners. Indeed, they would not at all even be conscious that such things were necessary for them in battle! If one adds to this the confessional element, albeit as a secondary factor, as I said, then the first reason is strengthened to a considerable extent. How it is otherwise easier, however, for Jews to adopt good manners is something one can see among those who have become wealthy: that which still remains as a Jewish residue can surely only be reckoned as a racial factor. But one should object to the tone of voice and other characteristics of the Jews as little as one would to the Polish, Czech, or Slavic tone of voice, which may likewise be attributed to national characteristics. All this, however, is no longer related to the question originally brought up here.

*

In these times, newspapers and magazines are painting a strange picture in their overeagerness to print quotations by great German men about our opponents; for example, by Goethe, Herder, Lessing, Schopenhauer, Nietzsche, Wagner, and so on. They are verily outdoing each other {1042} by offering their readers as many of such quotations as possible. These judgements date from olden times, but express a healthy observation of foreign nations, in spite of the tendency to generalize. If one is now surprised that those judgements are so little known by German readers that they must be made known again on a new occasion, and such an occasion as this, then one must be even more amazed that they are finally being invoked so authoritatively. Apparently it is only this critical moment in which a newspaper-reading and -writing humanity is seeking refuge in those great men. Precisely therein resides the terrible irony: for those reasonable voices, once the moment of danger had passed, would be drowned out a thousandfold by the chorus of merchants and merchants' wives who, as they said, knew everything better from their own perception. It was this riff-raff who, in times of peace, corrected the geniuses and gave their own judgment about our opponents. Now the crawl back to the cross and allow the geniuses' judgments to stand. But surely only for the time being! For no sooner have the clouds parted that mob will rise up, the prayers that were mumbled in times of need will be silenced, and the fall judgment of the merchants will keep the upper hand! —

*

One should not overrate our youth's thirst for knowledge! For they ask about so many things, not so much to learn the meaning or the cause, but simply because asking questions about everything is so easy and cheap. One best arrives at the true picture of youth by realizing that they have a much more difficult time accomplishing something than merely asking questions. If true intellectual curiosity were the reason for the question, then it would at the outset be in the nature of youth to achieve even more than to question, since all achievement demands more of a response to the things than people themselves are able to give. —

*

About the good old things: in doubtful eras, the objection was raised most energetically by supposedly newer people against those who were inclined to cling to the old. {1043} It is not without bitterness that the champions of the old were accused – it was always like this – of standing firmly on the side of the old, even though time, as history shows, had moreover strode towards the new for a long time. It could appear as if history had in fact always said that the newer ones were always in the right; and yet one can precisely see that the objection is born of an ignorance of the true facts of the matter. I shall express this in brief as follows: if, for instance, after the death of Sophocles, a Shakespeare, a Schiller or a Goethe had risen up, I bet that it would occur to no reasonable person to continue defend the old with respect to such a new, as if it were something better and uniquely unattainable. However, nature does not make such leaps; and since after Sophocles it was Euripides who first came on the scene, the reasonable people have every reason to doubt the value of the latter, in the sense that he was the superior [dramatist]. And this is how it is in all similar situations: one rightly rebukes charlatans and incompetent people for doing things differently, without wishing to say that one is minded to be equally dismissive of everything in the future. After Beethoven's death it was, for example, possible and permitted to dismiss Schubert's chamber music in spite of new originality, in order to greet that of a Brahms all the more warmly. —

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© Translation William Drabkin.

29. IX. 15

Galizische Juden: Man macht ihnen zum Vorwurf, daß sie sich so schwer an andere Nationen anschließen, sich schwer ihnen assimilieren. Und mit Unbehagen konstatiert , man Manieren u. Geberden [sic], die sie sich auch dann noch erhalten, nachdem sie in Verbindung mit besseren Kreisen getreten sind. Ich meine aber, hiebei spiele die Rassenfrage die am wenigsten entscheidende isolierende Rolle; einzig u. allein dagegen kommt meiner Meinung nach ihre grenzenlose Armut als Ursache in Betracht. Wer wie sie von der Hand in den Mund lebt, unter schwersten Bedingungen, verhaßt, [illeg]verachtet u. geächtet, verfolgt, mit meist zahlreicher Familie behaftet, in ihrem Besten verkannt – wie z. B. in ihrer Bildung –, findet im erschütterten Organismus keine Disposition zur Assimilierung. Sie sind wie Soldaten im Felde: mit Sorgen um das Leben bepackt u. in andauernder Schlacht. Man trage aber einem kämpfenden Soldaten auf, sich im Felde die guten Manieren eines reichen, augenblicklich volle Sicherheit genießenden Mannes anzueignen u. sie auszuüben. Sie kommen einfach nicht zu Athem u. können deshalb gar nicht an Manieren denken. Ja, es wird ihnen nicht einmal bewußt, daß ihnen solche im Kampfe förderlich wären! Kommt dazu noch, aber wie gesagt in 2. Linie, das konfessionelle Moment, so ist der erste Grund um vieles verstärkt. Wie es aber den Juden sonst leicht fällt, sich auch bessere Manieren anzueignen, mag man an den Reichgewordenen sehen; was bei diesen allenfalls dann noch als jüdischer Rest übriggeblieben, ist sicher nur auf Rechnung der Rasse zu setzen. Gegen den diesen Tonfall aber u. sonstige Kennzeichen, die auf die Rasse zurückzuführen sind, ist bei den Juden ebensowenig etwas einzuwenden, wie beim polnischen, tschechischen oder slavischen Tonfall, der wieder auf Rechnung ihrer Nation zu setzen ist. Dies alles hängt aber nicht mehr mit der ersten hier angeregten Frage zusammen.

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In diesen Zeitläuften bieten die Zeitungen u. Brochuren ein seltsames Bild, indem sie überaus eifrig Citate von großen deutschen Männern über unsere Gegner bringen, wie z. B. von Goethe, Herder, Lessing, Schopenhauer, Nietzsche, Wagner, u. s. f. Sie überbieten sich {1042} förmlich darin, so viel als wie möglich solcher Citate den Lesern vorzulegen. Diese Urteile stammen aus alten Zeiten, äußern aber trotz der Tendenz zur Verallgemeinerung eine gesunde Beobachtung der fremden Nationen. Muß man nun staunen, daß deutschen Lesern jene Urteile so wenig bekannt sind, daß sie erst bei einem neuen Anlaß, zumal bei solchem Anlass von neuem bekannt gemacht werden müssen, so muß man sich noch mehr darüber wundern, daß man sie endlich auch als so autoritativ anführt. Offenbar ist es nur die Not des Augenblicks, in der die eine Zeitung, lesende u. wie schreibende Menschheit sich zu jenen Großen flüchtet. u. gGerade darin enthüllt sich die grausame Ironie. : Ddenn jene vernünftigen Stimmen wurden, sobald der Augenblick der Gefahr vorüber war, tausendfach überschrieen [sic] vom Chor der Krämer u. Krämerweiber, die, wie sie sagten, alles aus eigener Wahrnehmung besser wußten. Dieses Gesindel war es, das in Zeiten des Friedens die Genies berichtigte u. das Urteil über unsere Gegner abgab. Nun kriechen sie heute zu Kreuze, u. lassen das Urteil des Genies walten. Aber sicher nur vorübergehend! Denn kaum verziehen sich die Wolken, ist wieder der Pöbel obenauf, die in der Not gemurmelten Gebete werden eingestellt u. das falsche Urteil der Krämer behält Oberhand! —

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Man überschätze die Wissbegier der Jugend nicht! Denn sie frägt nach so Manchem, weniger um Bedeutung oder Ursache zu erfahren, sondern nur einfach weil alles Fragen so einfach u. billig ist. Zum richtigen Bild der Jugend gelangt man am besten, wenn man sich vergegenwärtigt, daß sie zu einer Leistung viel schwerer zu haben ist, als zum bloßen Fragen. Wäre aber wahre Wissbegierde Ursache der Frage, so läge es von vornherein in der Natur der Jugend noch mehr zu leisten als zu fragen, da jegliche Leistung den Dingen mehr Antwort abverlangt, als Menschen Antwort geben können. —

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Vom guten Alten: In zweifelhaften Epochen regt sich am heftigsten der Vorwurf angebli- {1043} cher Neuerer gegen diejenigen, die gegen sie am Alten festzuhalten geneigt sind. Nicht ohne Bitterkeit werden wird den Anhängern des Alten vorgehalten, es sei so immer gewesen, daß man am Alten festhielt, obgleich die Zeit, wie die Geschichte erweist, darüber hinweg längst zu Neuem schritt. Es könnte scheinen, als würde die Geschichte in der Tat den Neuerern allemal Recht geben; u. doch ist genau besehen der Vorwurf aus Unkenntnis des wahren Sachverhaltes geboren. Ich will es kurz so formulieren: Würde z. B. nach Sophokles ['] Tode gleich ein Shakespeare, ein Schiller oder Goethe sich erhoben haben, ich wette, daß es keinem vernünftigen Menschen einfiele, gegenüber dem solchem Neuen das Alte immer noch in dem Sinne zu verfechten, als wäre es das Bessere u. einzige Unerreichbare. Indessen macht aber die Natur solche Sprünge nicht, u. da nach Sophokles vorerst Euripides sich zu Wort meldete, so haben die vernünftigen Menschen alle Ursache, den Wert des letzteren in dem Sinne anzuzweifeln, als wäre d er der [illeg]Ueberlegenere. Und so ist es in allen ähnlichen Situationen: Man verweist Pfuschern u. Nichtkönnern mit Recht ihre Andersmacherei, ohne damit sagen zu wollen, daß man sich gegen alles Künftige ebenso ablehnend zu verhalten gedenke. Nach Beethovens Tode war es z. B. möglich u. erlaubt, Schuberts Kammermusik, trotz neuer Individualität, abzulehnen, um die eines Brahms wieder nur desto wärmer zu begrüßen. —

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© Transcription Marko Deisinger.

September 29, 1915.

Galician Jews: they are criticized for having such difficulty in linking up with other nations, of assimilating themselves to them. And one attributes to them, with some anxiety, manners and gestures that they continue to retain after they have come into contact with better circles of people. But I think that the racial question plays the smallest role in their isolation; for me, the one and only cause for this is their boundless poverty. Anyone who lives, like them, from hand to mouth, under the most difficult conditions – hated, despised and ostracized, pursued, burdened usually with a large family, and underestimated in what they do best (e.g. in their education) – will find no disposition to assimilate in their shattered being. They are like soldiers on the battlefield: filled with concerns for their life and in a constant state of warfare. But one should instruct the fighting soldier on the battlefield to adopt and exercise the good manners of a man who is wealthy and enjoys the full security of the moment. They simply cannot recover their breath, and for that reason cannot be thinking at all of good manners. Indeed, they would not at all even be conscious that such things were necessary for them in battle! If one adds to this the confessional element, albeit as a secondary factor, as I said, then the first reason is strengthened to a considerable extent. How it is otherwise easier, however, for Jews to adopt good manners is something one can see among those who have become wealthy: that which still remains as a Jewish residue can surely only be reckoned as a racial factor. But one should object to the tone of voice and other characteristics of the Jews as little as one would to the Polish, Czech, or Slavic tone of voice, which may likewise be attributed to national characteristics. All this, however, is no longer related to the question originally brought up here.

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In these times, newspapers and magazines are painting a strange picture in their overeagerness to print quotations by great German men about our opponents; for example, by Goethe, Herder, Lessing, Schopenhauer, Nietzsche, Wagner, and so on. They are verily outdoing each other {1042} by offering their readers as many of such quotations as possible. These judgements date from olden times, but express a healthy observation of foreign nations, in spite of the tendency to generalize. If one is now surprised that those judgements are so little known by German readers that they must be made known again on a new occasion, and such an occasion as this, then one must be even more amazed that they are finally being invoked so authoritatively. Apparently it is only this critical moment in which a newspaper-reading and -writing humanity is seeking refuge in those great men. Precisely therein resides the terrible irony: for those reasonable voices, once the moment of danger had passed, would be drowned out a thousandfold by the chorus of merchants and merchants' wives who, as they said, knew everything better from their own perception. It was this riff-raff who, in times of peace, corrected the geniuses and gave their own judgment about our opponents. Now the crawl back to the cross and allow the geniuses' judgments to stand. But surely only for the time being! For no sooner have the clouds parted that mob will rise up, the prayers that were mumbled in times of need will be silenced, and the fall judgment of the merchants will keep the upper hand! —

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One should not overrate our youth's thirst for knowledge! For they ask about so many things, not so much to learn the meaning or the cause, but simply because asking questions about everything is so easy and cheap. One best arrives at the true picture of youth by realizing that they have a much more difficult time accomplishing something than merely asking questions. If true intellectual curiosity were the reason for the question, then it would at the outset be in the nature of youth to achieve even more than to question, since all achievement demands more of a response to the things than people themselves are able to give. —

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About the good old things: in doubtful eras, the objection was raised most energetically by supposedly newer people against those who were inclined to cling to the old. {1043} It is not without bitterness that the champions of the old were accused – it was always like this – of standing firmly on the side of the old, even though time, as history shows, had moreover strode towards the new for a long time. It could appear as if history had in fact always said that the newer ones were always in the right; and yet one can precisely see that the objection is born of an ignorance of the true facts of the matter. I shall express this in brief as follows: if, for instance, after the death of Sophocles, a Shakespeare, a Schiller or a Goethe had risen up, I bet that it would occur to no reasonable person to continue defend the old with respect to such a new, as if it were something better and uniquely unattainable. However, nature does not make such leaps; and since after Sophocles it was Euripides who first came on the scene, the reasonable people have every reason to doubt the value of the latter, in the sense that he was the superior [dramatist]. And this is how it is in all similar situations: one rightly rebukes charlatans and incompetent people for doing things differently, without wishing to say that one is minded to be equally dismissive of everything in the future. After Beethoven's death it was, for example, possible and permitted to dismiss Schubert's chamber music in spite of new originality, in order to greet that of a Brahms all the more warmly. —

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© Translation William Drabkin.