10. +11°.

— Von „U. E.“ langen nachträglich die Fahnen 1–28 ein. —

*

Rede des Reichskanzlers! 1 Sofern sie durch das Treiben der Sozialdemokraten provoziert wurde, war sie im gewissen Sinne überflüssig, vielleicht auch schädlich. Denn niemand sollte es besser als gerade der Reichskanzler wissen, daß es den Sozialdemokraten bei ihrer Friedenspropaganda nur um eine Humanitätsparade als Reklame für ihre Parteizwecke zu tun ist, u. er hatte daher die Pflicht, so scharf als wie möglich die Anmaßung der Sozialdemokraten, die Friedensidee allein gepachtet zu haben, zurückzuweisen. Schließlich hätte ein kräftiges Wort an die Sozialdemokraten genügt, wie etwa: Meine Herren, auch ich bin kein Menschenfresser, so wenig wie Sie, u. ich verbitte mir von Ihrer Seite Anweisungen zum Frieden, als wäre ich derjenige, oder der Staat, den ich vertrete, der den Frieden gestört hat oder noch stört!

*

Die deutschen Sozialdemokraten zeigen nebst der deutschen unverschämten Journalistik den letzten Rest jener ekelerregenden nachlaufenden Manier, die den Deutschen {58} Jahrhunderte lang geschändet hat. Selbst heute noch, wo französische, englische u. italienische Sozialdemokraten von der Internationalität trotzig sich losrissen, obgleich der Begriff sie von Haus aus zur Internationalität verpflichten müßte, kultiviert der verhöhnte deutsche Sozialdemokrat auf eigene Faust die nicht mehr vorhandene Internationalität noch weiter, ja er ist sogar unverschämt genug, darüber hinaus noch gegen die Annexionen von Gebietsteilen zu protestieren, die nach den Erfahrungen des gegenwärtigen Krieges zur Sicherung des deutschen Reiches vor künftigen ähnlichen verbrecherischen Manövern der Feinde dienen sollen. Er ist sentimental u. dumm genug, nicht nur um die Stimmung der ausländischen Sozialdemokraten zu werben, die von ihm nichts wissen wollen, sondern ihnen auch noch die Früchte des Krieges in den Schoß zu werfen, ohne zu ahnen, daß ihre Humanitätsprahlerei ja ihnen selbst in den nächsten 10 Jahren das Genick brechen könnte! Um wirklich gut zu sein genügt es eben nicht, blos gute Worte vorzumachen, man muß dazu auch klug genug sein. Wer Klugheit so vermissen läßt, wie die Sozialdemokraten in diesen schweren Momenten des Reiches, der hat das Recht verwirkt, auch nur in rein menschlichen Angelegenheiten für ein gutes Wesen angesehen zu werden!

*

"Mister Balalong" sollte der Engländer in der Geschichte umgetauft werden! Dieser Titel sollte ihm aus aller Munde entgegen gellen, wo immer der Mörder einer wehrlosen Mannschaft erscheint! 2

*

Schon aus Brutalität tierischen Daseins behauptet sich der gemeine Mensch; u. nur weil des Deutschen Wesen ein höheres ist, kann er sich auch an Aandere Nationen verlieren (wie die Juden). Doch die Logik der Natur will es, daß ja die brutalen Nationen noch lange nicht genug daran haben, sondern daß es sie nach der völligen Aus- {59} rottung des Deutschen u. speziell seiner Geistigkeit verlangt. Die Deutschen sind hier zu Amerikanern, dort zu Engländern geworden, aber die herrschende Rasse will, daß sie ihren überlegenen Typus [illeg]verleugnen sollen, daß sie ihre heiligen Bücher, ihren Fleiß, ihre Familienleben aufgeben. In der Tat ist ja den herrschenden Rassen wenig damit gedient, wenn der Deutsche, nachdem er sich an sie verloren, sich bloß zum Staat bekennt, denn nach wie [vor] schadet ihrem Prestige u. ihrem Geschäft die überlegene Haltung des Deutschen. Und da sollte es nicht umgekehrt die Pflicht der Deutschen sein, die Brutalität zu vernichten, wie man reißende Tiere vernichtet hat?

*

In Deutschland u. Oesterreich denkt man an eine Kriegsgewinn-Steuer. Besser wäre es gewesen, wenn der Staat das Geld der Bürger geschont hätte, bevor die Lieferanten es ihnen aus der Tasche praktizierten. , Sstatt daß sie er nach dem Gelde fahndet, nachdem es durch die Hand der Wucherer gegangen ist, die mit ihren diebischen Ränken u. Schlichen es wissen werden zu vergraben, zu hinterziehen u. zu verheimlichen. Für keinen Fall aber dürfte es als eine Ehrengabe der Lieferanten betrachtet werden, da sie nicht einen Groschen aus ihrer Tasche, sondern nur mit unserem Gelde die Steuer entrichten werden.

*

Ueber Richtungen in Geistesdisziplinen. Das Werk Gottes oder eines Künstlers liegt vor uns, unwandelbar u. in zahllosen Gesetzen verankert. Diejenigen, die diese Werke betrachten, lieben es, sich nach Richtungen abzugliedern u. abzustufen. Das Treiben ist aber unlogisch u. diskreditiert die Beobachter. Denn halten sie sich die Unwandelbarkeit des Stoffes u. seiner Gesetze vor Augen, so ist dadurch von vornherein ausgeschlossen, daß je der Stoff eine andere Richtung einschlage. Ein fertiges Werk z. B. von Brahms wird niemals mehr einen anderen Weg einschlagen, als es unwiderruflich einmal {60} eingeschlagen hat. Gegenüber dieser Beschaffenheit des Stoffes gibt es also nur die Möglichkeit, daß an den Betrachtern allein die Schuld läge, wenn sie, wie sie meinen, „Richtungen“ haben. Aber da frage ich: Darf man es schon Richtung nennen, wenn einer von Brahms' Werken noch nichts hört gegenüber einem anderen, der möglicherweise 5% des Inhaltes sich angeeignet hat? Sicher nicht! Denn Unwissenheit kann man wohl kaum eine Richtung nennen. Und so wird es denn schließlich darauf ankommen nachzuprüfen, wer über den gegebenen Stoff das meiste, rein perzentuell genommen, auszusagen weiß, u. nur dieses Beobachters Weg würde man eine Richtung nennen dürfen, sofern es überhaupt darauf ankäme, das Wort anzunehmen, das im Grunde der Sachlage völlig widerspricht. Es gibt eben nur ein mehr oder weniger wissen aber nicht etwa auch noch Richtungen im Besserwissen. Was gut gewußt wird, läßt keine Richtung zu, wie z. B. der Lehrsatz vom Kreisen der Erde um die Sonne, vom Gravitätsgesetz u. dgl. Und noch viel sicherer liegen die Ergebnisse in der Betrachtung der Kunstwerke, wo man gar nicht zu fürchten braucht, daß sie je desavouiert werden könnten. —

*

© Transcription Marko Deisinger.

10. +11°.

— From U.E., delayed arrival of galley proofs 1–28. —

*

The German Chancellor's speech! 1 Insofar as it was provoked by the activity of the Social Democrats, it was in a certain sense unnecessary, perhaps even harmful. For no one ought to have known better than the Chancellor that the Social Democrats and their peace propaganda amount to nothing more than a parade of humanity, as publicity for their party's intentions. And he was thus duty bound to reject the Social Democrats' arrogance for claiming a monopoly on the idea of peace as sharply as possible. Ultimately, a stern word to the Social Democrats will suffice such as: ["]Gentlemen, I too am as little a cannibal as you, and I am embittered by your directives towards peace, as if I – or the state that I represent – were the one that has disrupted or continues to disrupt the peace!["]

*

The German social democrats display, alongside impudent German journalism, the last trace of that nauseating, grovelling manner which has been plaguing the Germans for centuries. {58} Even today, when French, English, and Italian social democrats have defiantly torn themselves away from internationalism, although the term ought to bind them to internationalism by definition, the ridiculed German social democrat continues to cultivate on his own an internationalism that no longer exists; indeed, he is even brazen enough to protest against the annexation of territories which, after the experiences of the present war, should serve to secure the German empire against similar criminal maneuvers by its enemies in the future. He is sufficiently sentimental and stupid to campaign not only for the agreement of foreign social democrats, who would have nothing to do with him, but also even to throw the fruits of the war into their lap, without realizing that their boasts in the name of humanity could indeed break his own neck in the next ten years! To be truly good, it is just not good enough merely to express good words; one must also be sufficiently judicious. Anyone who lacks judiciousness, like the social democrats in these difficult times for the empire, has forfeited the right to be regarded as a good person, even in purely human matters!

*

The Englishman should be rebaptized in history as "Mr. Baralong"! This title should ring out to him from every mouth, wherever the murder of a defenseless crew appears! 2

*

Already the common man asserts himself by the brutality of his animalistic existence; and only because the nature of the Germans is somewhat loftier, he can fall for other nations (as do the Jews). But the logic of nature demands that the brutal nations will never be satisfied, but will insist on the complete annihilation {59} of the Germans and specifically their intellectual spirit. The Germans have to some extent become Americans, to some extent Englishmen; but the dominant race wishes to deny their own superiority, and to give up their sacred books, industriousness and family life. In fact, the dominant races are little served if the German, having given himself up to them, merely declares his allegiance to the state; for at all times the superior conduct of the German damages their prestige and their business. And should it not, conversely, be the duty of the Germans to destroy this brutality, as one has destroyed vicious animals?

*

In Germany and Austria, a tax on war profits is being considered. It would have been better if the state had spared its citizens' money before the suppliers had taken it from their pockets, instead of hunting for the money after it had gone through the hands of the profiteers who, with thieving trickery and cunning, will know where to bury, evade, and conceal. Under no circumstances, however, can the money be regarded as a testimonial on the part of the suppliers, since they will not part with a penny from their own pockets, but only pay the tax with our money.

*

Concerning trends in intellectual disciplines. The work of God, or of an artist, lies before us, immutable and anchored in countless laws. Those who contemplate these works like to grade things and divide them into trends. This practice is, however, illogical and it discredits the observers. For if they consider the immutability of the material and the laws on which it is based, that automatically excludes the material from ever taking a different direction. A completed work by, say, Brahms will never again take a different path from the one it has once irrevocably taken. {60} With respect to the composition of the material, there is thus only the possibility that it is the fault of the observers alone if they have "trends", as they call them. But then I would ask: can one even call it a trend, if someone has still heard nothing of Brahms's work, compared to someone else who has perhaps 5% of its content his own? Surely not! For ignorance can hardly be called a trend. And so it then finally amounts to determining who is able, on a purely percentage basis, to claim the most about the given material; and only the path of this observer could be permitted to be called a trend, insofar it were at all permissible to adopt this word, which basically contradicts the situation completely. There is indeed only the possibility of knowing more or less, but not also of being able to establish a trend as a result of knowing better. That which is well understood does not permit any trend, as, for instance, the proposition that the earth rotates around the sun, the law of gravity, and suchlike. And the results are far more secure in the contemplation of works of art, where one need not at all fear that they can ever be disavowed. —

*

© Translation William Drabkin.

10. +11°.

— Von „U. E.“ langen nachträglich die Fahnen 1–28 ein. —

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Rede des Reichskanzlers! 1 Sofern sie durch das Treiben der Sozialdemokraten provoziert wurde, war sie im gewissen Sinne überflüssig, vielleicht auch schädlich. Denn niemand sollte es besser als gerade der Reichskanzler wissen, daß es den Sozialdemokraten bei ihrer Friedenspropaganda nur um eine Humanitätsparade als Reklame für ihre Parteizwecke zu tun ist, u. er hatte daher die Pflicht, so scharf als wie möglich die Anmaßung der Sozialdemokraten, die Friedensidee allein gepachtet zu haben, zurückzuweisen. Schließlich hätte ein kräftiges Wort an die Sozialdemokraten genügt, wie etwa: Meine Herren, auch ich bin kein Menschenfresser, so wenig wie Sie, u. ich verbitte mir von Ihrer Seite Anweisungen zum Frieden, als wäre ich derjenige, oder der Staat, den ich vertrete, der den Frieden gestört hat oder noch stört!

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Die deutschen Sozialdemokraten zeigen nebst der deutschen unverschämten Journalistik den letzten Rest jener ekelerregenden nachlaufenden Manier, die den Deutschen {58} Jahrhunderte lang geschändet hat. Selbst heute noch, wo französische, englische u. italienische Sozialdemokraten von der Internationalität trotzig sich losrissen, obgleich der Begriff sie von Haus aus zur Internationalität verpflichten müßte, kultiviert der verhöhnte deutsche Sozialdemokrat auf eigene Faust die nicht mehr vorhandene Internationalität noch weiter, ja er ist sogar unverschämt genug, darüber hinaus noch gegen die Annexionen von Gebietsteilen zu protestieren, die nach den Erfahrungen des gegenwärtigen Krieges zur Sicherung des deutschen Reiches vor künftigen ähnlichen verbrecherischen Manövern der Feinde dienen sollen. Er ist sentimental u. dumm genug, nicht nur um die Stimmung der ausländischen Sozialdemokraten zu werben, die von ihm nichts wissen wollen, sondern ihnen auch noch die Früchte des Krieges in den Schoß zu werfen, ohne zu ahnen, daß ihre Humanitätsprahlerei ja ihnen selbst in den nächsten 10 Jahren das Genick brechen könnte! Um wirklich gut zu sein genügt es eben nicht, blos gute Worte vorzumachen, man muß dazu auch klug genug sein. Wer Klugheit so vermissen läßt, wie die Sozialdemokraten in diesen schweren Momenten des Reiches, der hat das Recht verwirkt, auch nur in rein menschlichen Angelegenheiten für ein gutes Wesen angesehen zu werden!

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"Mister Balalong" sollte der Engländer in der Geschichte umgetauft werden! Dieser Titel sollte ihm aus aller Munde entgegen gellen, wo immer der Mörder einer wehrlosen Mannschaft erscheint! 2

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Schon aus Brutalität tierischen Daseins behauptet sich der gemeine Mensch; u. nur weil des Deutschen Wesen ein höheres ist, kann er sich auch an Aandere Nationen verlieren (wie die Juden). Doch die Logik der Natur will es, daß ja die brutalen Nationen noch lange nicht genug daran haben, sondern daß es sie nach der völligen Aus- {59} rottung des Deutschen u. speziell seiner Geistigkeit verlangt. Die Deutschen sind hier zu Amerikanern, dort zu Engländern geworden, aber die herrschende Rasse will, daß sie ihren überlegenen Typus [illeg]verleugnen sollen, daß sie ihre heiligen Bücher, ihren Fleiß, ihre Familienleben aufgeben. In der Tat ist ja den herrschenden Rassen wenig damit gedient, wenn der Deutsche, nachdem er sich an sie verloren, sich bloß zum Staat bekennt, denn nach wie [vor] schadet ihrem Prestige u. ihrem Geschäft die überlegene Haltung des Deutschen. Und da sollte es nicht umgekehrt die Pflicht der Deutschen sein, die Brutalität zu vernichten, wie man reißende Tiere vernichtet hat?

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In Deutschland u. Oesterreich denkt man an eine Kriegsgewinn-Steuer. Besser wäre es gewesen, wenn der Staat das Geld der Bürger geschont hätte, bevor die Lieferanten es ihnen aus der Tasche praktizierten. , Sstatt daß sie er nach dem Gelde fahndet, nachdem es durch die Hand der Wucherer gegangen ist, die mit ihren diebischen Ränken u. Schlichen es wissen werden zu vergraben, zu hinterziehen u. zu verheimlichen. Für keinen Fall aber dürfte es als eine Ehrengabe der Lieferanten betrachtet werden, da sie nicht einen Groschen aus ihrer Tasche, sondern nur mit unserem Gelde die Steuer entrichten werden.

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Ueber Richtungen in Geistesdisziplinen. Das Werk Gottes oder eines Künstlers liegt vor uns, unwandelbar u. in zahllosen Gesetzen verankert. Diejenigen, die diese Werke betrachten, lieben es, sich nach Richtungen abzugliedern u. abzustufen. Das Treiben ist aber unlogisch u. diskreditiert die Beobachter. Denn halten sie sich die Unwandelbarkeit des Stoffes u. seiner Gesetze vor Augen, so ist dadurch von vornherein ausgeschlossen, daß je der Stoff eine andere Richtung einschlage. Ein fertiges Werk z. B. von Brahms wird niemals mehr einen anderen Weg einschlagen, als es unwiderruflich einmal {60} eingeschlagen hat. Gegenüber dieser Beschaffenheit des Stoffes gibt es also nur die Möglichkeit, daß an den Betrachtern allein die Schuld läge, wenn sie, wie sie meinen, „Richtungen“ haben. Aber da frage ich: Darf man es schon Richtung nennen, wenn einer von Brahms' Werken noch nichts hört gegenüber einem anderen, der möglicherweise 5% des Inhaltes sich angeeignet hat? Sicher nicht! Denn Unwissenheit kann man wohl kaum eine Richtung nennen. Und so wird es denn schließlich darauf ankommen nachzuprüfen, wer über den gegebenen Stoff das meiste, rein perzentuell genommen, auszusagen weiß, u. nur dieses Beobachters Weg würde man eine Richtung nennen dürfen, sofern es überhaupt darauf ankäme, das Wort anzunehmen, das im Grunde der Sachlage völlig widerspricht. Es gibt eben nur ein mehr oder weniger wissen aber nicht etwa auch noch Richtungen im Besserwissen. Was gut gewußt wird, läßt keine Richtung zu, wie z. B. der Lehrsatz vom Kreisen der Erde um die Sonne, vom Gravitätsgesetz u. dgl. Und noch viel sicherer liegen die Ergebnisse in der Betrachtung der Kunstwerke, wo man gar nicht zu fürchten braucht, daß sie je desavouiert werden könnten. —

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© Transcription Marko Deisinger.

10. +11°.

— From U.E., delayed arrival of galley proofs 1–28. —

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The German Chancellor's speech! 1 Insofar as it was provoked by the activity of the Social Democrats, it was in a certain sense unnecessary, perhaps even harmful. For no one ought to have known better than the Chancellor that the Social Democrats and their peace propaganda amount to nothing more than a parade of humanity, as publicity for their party's intentions. And he was thus duty bound to reject the Social Democrats' arrogance for claiming a monopoly on the idea of peace as sharply as possible. Ultimately, a stern word to the Social Democrats will suffice such as: ["]Gentlemen, I too am as little a cannibal as you, and I am embittered by your directives towards peace, as if I – or the state that I represent – were the one that has disrupted or continues to disrupt the peace!["]

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The German social democrats display, alongside impudent German journalism, the last trace of that nauseating, grovelling manner which has been plaguing the Germans for centuries. {58} Even today, when French, English, and Italian social democrats have defiantly torn themselves away from internationalism, although the term ought to bind them to internationalism by definition, the ridiculed German social democrat continues to cultivate on his own an internationalism that no longer exists; indeed, he is even brazen enough to protest against the annexation of territories which, after the experiences of the present war, should serve to secure the German empire against similar criminal maneuvers by its enemies in the future. He is sufficiently sentimental and stupid to campaign not only for the agreement of foreign social democrats, who would have nothing to do with him, but also even to throw the fruits of the war into their lap, without realizing that their boasts in the name of humanity could indeed break his own neck in the next ten years! To be truly good, it is just not good enough merely to express good words; one must also be sufficiently judicious. Anyone who lacks judiciousness, like the social democrats in these difficult times for the empire, has forfeited the right to be regarded as a good person, even in purely human matters!

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The Englishman should be rebaptized in history as "Mr. Baralong"! This title should ring out to him from every mouth, wherever the murder of a defenseless crew appears! 2

*

Already the common man asserts himself by the brutality of his animalistic existence; and only because the nature of the Germans is somewhat loftier, he can fall for other nations (as do the Jews). But the logic of nature demands that the brutal nations will never be satisfied, but will insist on the complete annihilation {59} of the Germans and specifically their intellectual spirit. The Germans have to some extent become Americans, to some extent Englishmen; but the dominant race wishes to deny their own superiority, and to give up their sacred books, industriousness and family life. In fact, the dominant races are little served if the German, having given himself up to them, merely declares his allegiance to the state; for at all times the superior conduct of the German damages their prestige and their business. And should it not, conversely, be the duty of the Germans to destroy this brutality, as one has destroyed vicious animals?

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In Germany and Austria, a tax on war profits is being considered. It would have been better if the state had spared its citizens' money before the suppliers had taken it from their pockets, instead of hunting for the money after it had gone through the hands of the profiteers who, with thieving trickery and cunning, will know where to bury, evade, and conceal. Under no circumstances, however, can the money be regarded as a testimonial on the part of the suppliers, since they will not part with a penny from their own pockets, but only pay the tax with our money.

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Concerning trends in intellectual disciplines. The work of God, or of an artist, lies before us, immutable and anchored in countless laws. Those who contemplate these works like to grade things and divide them into trends. This practice is, however, illogical and it discredits the observers. For if they consider the immutability of the material and the laws on which it is based, that automatically excludes the material from ever taking a different direction. A completed work by, say, Brahms will never again take a different path from the one it has once irrevocably taken. {60} With respect to the composition of the material, there is thus only the possibility that it is the fault of the observers alone if they have "trends", as they call them. But then I would ask: can one even call it a trend, if someone has still heard nothing of Brahms's work, compared to someone else who has perhaps 5% of its content his own? Surely not! For ignorance can hardly be called a trend. And so it then finally amounts to determining who is able, on a purely percentage basis, to claim the most about the given material; and only the path of this observer could be permitted to be called a trend, insofar it were at all permissible to adopt this word, which basically contradicts the situation completely. There is indeed only the possibility of knowing more or less, but not also of being able to establish a trend as a result of knowing better. That which is well understood does not permit any trend, as, for instance, the proposition that the earth rotates around the sun, the law of gravity, and suchlike. And the results are far more secure in the contemplation of works of art, where one need not at all fear that they can ever be disavowed. —

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© Translation William Drabkin.

Footnotes

1 "Der deutsche Reichskanzler über die Friedensfrage" and "Die Friedensfrage im deutschen Reichstag. Zwei Reden des deutschen Reichskanzlers," Neue Freie Presse, No. 18427, December 10, 1915, morning edition, pp. 1-5.

2 On August 19, 1915, the Royal Navy warship HMS Baralong sank the German submarine U-27, which was going to sink a nearby merchant ship, the Nicosian. About a dozen of the crewmen managed to escape from the sinking submarine, and Lieutenant Godfrey Herbert, commanding officer of Baralong, ordered his men to execute those survivors. The event generated widespread outrage in Germany and the German government submitted a memorandum stating that the Baralong's crew had committed a cowardly murder.