13. -3°, Schneelandschaft.

— Von Dr. Kammerer Brief; verspricht alles zu tun, um die Enthaftung durchzusetzen. —

— Besuch bei Mittelmann. Allgemeiner Besuchstag, sehr viel Personen, meist Frauen u. Mädchen, auch Kinder. Der Name des erbetenen Gefangenen wird auf einen Zettel geschrieben, u. der ins gegenüberliegende Arrest geschickt wird. Von dort wird nun der Gefangene, jeder einzeln unter eigener Eskorte gebracht. Die Unterredung geht dann in zwei kleinen Zimmerchen vor sich, in Gegenwart von Offizieren[,] die irgendwie zur Sache gehörende Punkte des Gespräches zu verhüten haben. Wie {133} begreiflich lastet auf der großen Anzahl von Personen ein schwerer Druck, etwa dem vergleichbar, der in einem Totenhause wahrgenommen wird. Kinder u. Frauen erscheinen meist mit verweinten Augen u. wenn es gar einmal so liegt, wie in dem Fall, den ich selbst mitmachte, daß ein etwa zehnjähriges Mädchen seinem Vater den Besuch abstattet u. ihm die Meldung zu überbringen hat, daß die Mutter bettlägerig ist, so ist begreiflicherweise der Tränenjammer schier grenzenlos. Wo die Stimmung eine solche ist, erscheint aber das Schäkern von Offizieren mit Mädchen sicherlich unangebracht. Wie seltsam ist aber die menschliche Natur! Derselbe Offizier, der so auffallend schäkerte, bewies dann dem oben erwähnten kleinen Mädchen die lebhafteste Teilnahme u. bat es, sich an ihn zu wenden, auch an einem Wochentage, wenn es den Vater zu sehen wünsche.

In der großen Masse der Personen äußerte sich sofort das Chaotische aller Menschenansammlungen: keine Wache ist da im Stande Ordnung zu halten, die Gruppen auseinander zu halten, jedes Individuum geht, steht, zieht hin u. her, als wäre es alleine u. vor allem, als wüßte es gar nicht, weshalb es eigentlich den Weg hierher gefunden habe. Frauen geraten bald in ein Gespräch, das sie so lebhaft führen, daß sie den Zweck ihres Besuches vergessen u. den ausgerufenen Namen überhören, mit dem der vorgeführte Häftling gemeldet wird; ja, nicht selten ereignen sich Rohheiten, die dem Menschentier das denkbar schlechteste Zeugnis ausstellen. Da kommt eine Person u. wünscht den Häftling so u. so vorgeführt, u. noch ehe er erscheint geht sie fort, so daß der Häftling, dessen Erscheinen ja erbeten worden, unverrichteter Dinge u. durch Lieblosigkeit beschämt zurück ins Gefängnis eskortiert werden muß.

Ich habe M. einige Augenblicke gesprochen u. trotz der Behinderung durch den Leutnant erfahren, daß die Affaire eine zurückliegende ist, daß er schon einmal {134} [illeg]eine Nacht im [sic] Polizeigefangenschaft zubringen mußte, daß ein Zeuge zwei Tage lang nicht vernommen werden konnte, weil er so schwer betrunken war u. s. w. Ob aber M. nicht in seiner gewohnten Art all die Dinge plötzlich vergißt, die er in seinem Blickfeld einfach nicht mehr sehen will, kann ich freilich nach seinen Angaben u. dem, was ich bei der Einvernahme hörte, nicht ermessen.

*

Populäres Konzert: 1 Ouverture „Die Hebriden“. Alle Vortragsanweisungen des Meisters fehlten im Vortrag! Ein automatisch in Bewegung gesetzter Taktstock schien einfach Tonmassen in die Luft zu schleudern, wie etwa eine Brunnenfigur Wasser. Der Beifall war demnach mäßig, aber Publikum u. Dirigent sind sicherlich der Meinung, die Schuld liege an – Mendelssohn. – Dvořak, V. Sinfonie („Aus der neuen Welt“) Mißbrauch der Sonatenform zu Potpourri-Zwecken, bestenfalls Rhapsodie am Platze gewesen. Die dramatischen Akzente der Sinfonie künstlich in die rhapsodische Spieluhr hineingetragen. Lalo: Intermezzo, Violoncellosolo: Flache französische Salonerfindung mit exotischen Intermezzi. Boëllmann: Sinfonische Variationen. Verschleierte einfache Variationen mit fast ständigem allzu dickem Orchester-Apparat, der vielfach klavieristisch klingt.

*

In der „N. Fr. Pr.“ berichtet Salten über eine Unterredung mit dem amerikanischen Botschafter Morgenthau. 2 Diesem Freund Wilsons, der es vom Advokaten zum Botschafter gebracht, imponiert, wie selbstverständlich, der amerikanische Staat, in dem solcher Unfug möglich [ist] [,] u. er faßt es nicht, daß es einem Oesterreicher nicht ebenso imponiert, daß ein Professor wie Wilson u. ein Advokat wie er es zum Präsidenten u. Botschafter gebracht haben. Der Advokat urteilt auch über oesterreichische u. amerikanische Kultur u. hat namentlich für die letztere sehr viel übrig. Indessen wird es vermutlich niemals gelingen, den Anhängern der republikanischen oder demokratischen {135} Form das Geständnis abzuringen, daß der geringere Wert jener Form gerade darin zutage tritt, daß ein Wilson, ein Morgenthau führende Persönlichkeiten des Staates werden können. —

*

„Wilhelm Meisters“ 3 I. Buch neuerdings zuende.

*

© Transcription Marko Deisinger.

13, -3°, snowy landscape.

— Letter from Dr. Kammerer; he promises to do everything to get [Mittelmann] out of jail. —

— Visit to Mittelmann. General visit day, very many people, mainly women and girls, also small children. The name of the requested prisoner is written on a slip of paper and sent to the jail opposite. From there the prisoners are brought in, each under his own escort. The interviews then proceed in two small rooms, in the presence of officers who should somehow avoid taking in the subject of the conversations. {133} One can well imagine the intense strain bearing down upon the great number of people, something comparable to what one perceives in a funeral parlor. Children and women appear mostly with tears in their eyes; and as it even turns out – as in the case that I myself experienced – that a girl of about ten pays a visit to her father to bring him the message that her mother is bedridden, then the flood of tears is, understandably, almost boundless. But in such an atmosphere, the flirting of officers with girls is, surely, out of place. But how strange is human nature! The same officer who was flirting so conspicuously then displayed the greatest sympathy for the little girl I referred to above and invited her to speak to him if she wished to visit her father, even on a weekday.

In the great mass of people, the chaos of all human gatherings was immediately apparent: no guard was present to keep order, to keep the groups separate; every individual goes, stands, moves hither and thither, as if he were on his own and, above all, as if he had no idea how he actually found his way here. The women sometimes get into such a heated conversation that they forget the purpose of the visit and fail to hear the name that is called out to identify the prisoner who is being brought out. Indeed there are not seldom acts of coarseness that exhibit the worst imaginable qualities in the human animal. Thus, for example, a person comes and asks for prisoner so-and-so to be brought forth but leaves even before the prisoner is brought in, so that the prisoner whose appearance was actually requested must be escorted back to his cell, not having achieved anything and shamed by lovelessness.

I spoke with Mittelmann for a few moments; and, in spite of his restraint, I learned from the lieutenant that the matter is a long-standing one, that he had already once {134} had to spend a night in police custody, that a witness could not be interrogated for two whole days because he was so badly drunk, etc. But whether Mittelmann will, as usual, suddenly forget all the things that he no longer wishes to see in his field of vision, is something I am of course unable to determine from his comments and what I heard at the interrogation.

*

Popular Concert: 1 Overture The Hebrides. All the master's performance markings were ignored in the performance! A baton set automatically in motion seemed simply to fling the musical substances into the air, rather as a figure in a fountain discharges water. The applause was accordingly moderate, but audience and conductor are surely of the opinion that the fault lies with – Mendelssohn. – Dvořák's Fifth Symphony ("from the New World"): misuse of sonata form for the purposes of a potpourri; at best a rhapsody would have been appropriate. The dramatic accents of the symphony were transferred artificially into the rhapsodic musical clock. Lalo's Intermezzo for cello solo: insipid French salon invention, with exotic interludes. Boëllmann's Symphonic Variations: simply variations, veiled in almost constantly over-thick orchestral apparatus, which often sounds pianistic.

*

In the Neue Freie Presse , Salten reports on an interview with the American ambassador Morgenthau. 2 This friend of Wilson's, who promoted him from lawyer to ambassador, is self-evidently impressed by the American nation, in which such nonsense is possible; and he does not understand that an Austrian would not be likewise impressed by a professor like Wilson and a lawyer like him becoming President and ambassador. The lawyer also makes pronouncements on Austrian and American culture, and has a great deal of time for the latter. Nonetheless, one will presumably never succeed in wresting from the supporters of the republican or democratic {135} system the admission that the lesser value of that system becomes self-evident precisely because a Wilson and a Morgenthau can become leading personalities of the nation. —

*

Wilhelm Meister, 3 Book 1 again finished.

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© Translation William Drabkin.

13. -3°, Schneelandschaft.

— Von Dr. Kammerer Brief; verspricht alles zu tun, um die Enthaftung durchzusetzen. —

— Besuch bei Mittelmann. Allgemeiner Besuchstag, sehr viel Personen, meist Frauen u. Mädchen, auch Kinder. Der Name des erbetenen Gefangenen wird auf einen Zettel geschrieben, u. der ins gegenüberliegende Arrest geschickt wird. Von dort wird nun der Gefangene, jeder einzeln unter eigener Eskorte gebracht. Die Unterredung geht dann in zwei kleinen Zimmerchen vor sich, in Gegenwart von Offizieren[,] die irgendwie zur Sache gehörende Punkte des Gespräches zu verhüten haben. Wie {133} begreiflich lastet auf der großen Anzahl von Personen ein schwerer Druck, etwa dem vergleichbar, der in einem Totenhause wahrgenommen wird. Kinder u. Frauen erscheinen meist mit verweinten Augen u. wenn es gar einmal so liegt, wie in dem Fall, den ich selbst mitmachte, daß ein etwa zehnjähriges Mädchen seinem Vater den Besuch abstattet u. ihm die Meldung zu überbringen hat, daß die Mutter bettlägerig ist, so ist begreiflicherweise der Tränenjammer schier grenzenlos. Wo die Stimmung eine solche ist, erscheint aber das Schäkern von Offizieren mit Mädchen sicherlich unangebracht. Wie seltsam ist aber die menschliche Natur! Derselbe Offizier, der so auffallend schäkerte, bewies dann dem oben erwähnten kleinen Mädchen die lebhafteste Teilnahme u. bat es, sich an ihn zu wenden, auch an einem Wochentage, wenn es den Vater zu sehen wünsche.

In der großen Masse der Personen äußerte sich sofort das Chaotische aller Menschenansammlungen: keine Wache ist da im Stande Ordnung zu halten, die Gruppen auseinander zu halten, jedes Individuum geht, steht, zieht hin u. her, als wäre es alleine u. vor allem, als wüßte es gar nicht, weshalb es eigentlich den Weg hierher gefunden habe. Frauen geraten bald in ein Gespräch, das sie so lebhaft führen, daß sie den Zweck ihres Besuches vergessen u. den ausgerufenen Namen überhören, mit dem der vorgeführte Häftling gemeldet wird; ja, nicht selten ereignen sich Rohheiten, die dem Menschentier das denkbar schlechteste Zeugnis ausstellen. Da kommt eine Person u. wünscht den Häftling so u. so vorgeführt, u. noch ehe er erscheint geht sie fort, so daß der Häftling, dessen Erscheinen ja erbeten worden, unverrichteter Dinge u. durch Lieblosigkeit beschämt zurück ins Gefängnis eskortiert werden muß.

Ich habe M. einige Augenblicke gesprochen u. trotz der Behinderung durch den Leutnant erfahren, daß die Affaire eine zurückliegende ist, daß er schon einmal {134} [illeg]eine Nacht im [sic] Polizeigefangenschaft zubringen mußte, daß ein Zeuge zwei Tage lang nicht vernommen werden konnte, weil er so schwer betrunken war u. s. w. Ob aber M. nicht in seiner gewohnten Art all die Dinge plötzlich vergißt, die er in seinem Blickfeld einfach nicht mehr sehen will, kann ich freilich nach seinen Angaben u. dem, was ich bei der Einvernahme hörte, nicht ermessen.

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Populäres Konzert: 1 Ouverture „Die Hebriden“. Alle Vortragsanweisungen des Meisters fehlten im Vortrag! Ein automatisch in Bewegung gesetzter Taktstock schien einfach Tonmassen in die Luft zu schleudern, wie etwa eine Brunnenfigur Wasser. Der Beifall war demnach mäßig, aber Publikum u. Dirigent sind sicherlich der Meinung, die Schuld liege an – Mendelssohn. – Dvořak, V. Sinfonie („Aus der neuen Welt“) Mißbrauch der Sonatenform zu Potpourri-Zwecken, bestenfalls Rhapsodie am Platze gewesen. Die dramatischen Akzente der Sinfonie künstlich in die rhapsodische Spieluhr hineingetragen. Lalo: Intermezzo, Violoncellosolo: Flache französische Salonerfindung mit exotischen Intermezzi. Boëllmann: Sinfonische Variationen. Verschleierte einfache Variationen mit fast ständigem allzu dickem Orchester-Apparat, der vielfach klavieristisch klingt.

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In der „N. Fr. Pr.“ berichtet Salten über eine Unterredung mit dem amerikanischen Botschafter Morgenthau. 2 Diesem Freund Wilsons, der es vom Advokaten zum Botschafter gebracht, imponiert, wie selbstverständlich, der amerikanische Staat, in dem solcher Unfug möglich [ist] [,] u. er faßt es nicht, daß es einem Oesterreicher nicht ebenso imponiert, daß ein Professor wie Wilson u. ein Advokat wie er es zum Präsidenten u. Botschafter gebracht haben. Der Advokat urteilt auch über oesterreichische u. amerikanische Kultur u. hat namentlich für die letztere sehr viel übrig. Indessen wird es vermutlich niemals gelingen, den Anhängern der republikanischen oder demokratischen {135} Form das Geständnis abzuringen, daß der geringere Wert jener Form gerade darin zutage tritt, daß ein Wilson, ein Morgenthau führende Persönlichkeiten des Staates werden können. —

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„Wilhelm Meisters“ 3 I. Buch neuerdings zuende.

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© Transcription Marko Deisinger.

13, -3°, snowy landscape.

— Letter from Dr. Kammerer; he promises to do everything to get [Mittelmann] out of jail. —

— Visit to Mittelmann. General visit day, very many people, mainly women and girls, also small children. The name of the requested prisoner is written on a slip of paper and sent to the jail opposite. From there the prisoners are brought in, each under his own escort. The interviews then proceed in two small rooms, in the presence of officers who should somehow avoid taking in the subject of the conversations. {133} One can well imagine the intense strain bearing down upon the great number of people, something comparable to what one perceives in a funeral parlor. Children and women appear mostly with tears in their eyes; and as it even turns out – as in the case that I myself experienced – that a girl of about ten pays a visit to her father to bring him the message that her mother is bedridden, then the flood of tears is, understandably, almost boundless. But in such an atmosphere, the flirting of officers with girls is, surely, out of place. But how strange is human nature! The same officer who was flirting so conspicuously then displayed the greatest sympathy for the little girl I referred to above and invited her to speak to him if she wished to visit her father, even on a weekday.

In the great mass of people, the chaos of all human gatherings was immediately apparent: no guard was present to keep order, to keep the groups separate; every individual goes, stands, moves hither and thither, as if he were on his own and, above all, as if he had no idea how he actually found his way here. The women sometimes get into such a heated conversation that they forget the purpose of the visit and fail to hear the name that is called out to identify the prisoner who is being brought out. Indeed there are not seldom acts of coarseness that exhibit the worst imaginable qualities in the human animal. Thus, for example, a person comes and asks for prisoner so-and-so to be brought forth but leaves even before the prisoner is brought in, so that the prisoner whose appearance was actually requested must be escorted back to his cell, not having achieved anything and shamed by lovelessness.

I spoke with Mittelmann for a few moments; and, in spite of his restraint, I learned from the lieutenant that the matter is a long-standing one, that he had already once {134} had to spend a night in police custody, that a witness could not be interrogated for two whole days because he was so badly drunk, etc. But whether Mittelmann will, as usual, suddenly forget all the things that he no longer wishes to see in his field of vision, is something I am of course unable to determine from his comments and what I heard at the interrogation.

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Popular Concert: 1 Overture The Hebrides. All the master's performance markings were ignored in the performance! A baton set automatically in motion seemed simply to fling the musical substances into the air, rather as a figure in a fountain discharges water. The applause was accordingly moderate, but audience and conductor are surely of the opinion that the fault lies with – Mendelssohn. – Dvořák's Fifth Symphony ("from the New World"): misuse of sonata form for the purposes of a potpourri; at best a rhapsody would have been appropriate. The dramatic accents of the symphony were transferred artificially into the rhapsodic musical clock. Lalo's Intermezzo for cello solo: insipid French salon invention, with exotic interludes. Boëllmann's Symphonic Variations: simply variations, veiled in almost constantly over-thick orchestral apparatus, which often sounds pianistic.

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In the Neue Freie Presse , Salten reports on an interview with the American ambassador Morgenthau. 2 This friend of Wilson's, who promoted him from lawyer to ambassador, is self-evidently impressed by the American nation, in which such nonsense is possible; and he does not understand that an Austrian would not be likewise impressed by a professor like Wilson and a lawyer like him becoming President and ambassador. The lawyer also makes pronouncements on Austrian and American culture, and has a great deal of time for the latter. Nonetheless, one will presumably never succeed in wresting from the supporters of the republican or democratic {135} system the admission that the lesser value of that system becomes self-evident precisely because a Wilson and a Morgenthau can become leading personalities of the nation. —

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Wilhelm Meister, 3 Book 1 again finished.

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© Translation William Drabkin.

Footnotes

1 The orchestra of the Vienna Concert Society, conducted by Martin Spörr, performed at the Konzerthaus in Vienna. The cello soloist was Alphons Jansen. ("Theater- und Kunstnachrichten," Neue Freie Presse, No. 18491, February 13, 1916, p. 20; database of the online archive of the Vienna Konzerthaus: https://konzerthaus.at/datenbanksuche).

2 Felix Salten, "Mister Morgenthau. Ein Gespräch mit dem amerikanischen Botschafter in Konstantinopel," Neue Freie Presse, No. 18491, February 13, 1916, p. 2.

3 Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre (Wilhelm Meister's Apprenticeship), first published in 1795–96 (Berlin: Johann Friedrich Unger).