5. I. 19

Der englische Oberst erwidert! Er habe den Interviewer nicht autorisiert! Zur Sache selbst: „Ich selbst bin der Ansicht, daß wir jetzt alle wünschen, die Gräuel des {44} Krieges zu vergessen u. nicht daran erinnert zu werden.“ 1 Echt englische Schurkerei: Träufelt dem Besucher Gift in die Ohren, – holt er sich dann öffentlich die Ohrfeige, so wird er feig u. leugnet, u. mehr als das: er bittet, man solle alles vergessen, worunter der Engländer versteht: seinen Gestank u. sein Verbrechen! Nach des Engländers Sinn wäre es, die Welt, je nach Geschäftsbedarf, mit allen ihren Tücken, Morden, Bestechungen, Verwüstungen heimzusuchen u. der betrogenen u. geschädigten Menschheit Opiate zu geben, damit sie so rasch als möglich vergesse, bis wieder die Reihe an seine Verbrechen kommt. Ohnehin hat es der Engländer in seiner Verworfenheit, die nicht ihresgleichen in der Geschichte hat, dahin gebracht, die Menschheit förmlich zu anaesthesieren, wenn er an ihr ein Verbrechen begeht. Er weiß immer die Menschheit sich gefügig zu machen, so daß sie sich willig drosseln läßt; der Biedermann sagt dann: Ich habe ja nicht gedrosselt, er ließ sich drosseln. — Wilson redet in Rom: „Der Völkerbund als Ersatz des Gleichgewichtes der Mächte“ 2 – amerikanischer Zynismus – wo es bereits ein Uebergewicht gibt, nämlich des Foetor britanicus [sic], ist freilich ein Mächtegleichgewicht zu entbehren – schafft sich im Völkerbund ein vorzügliches Hinrichtungsorgan, eine treffliche Guillotine für diejenigen, die das Uebergewicht nicht anerkennen wollten; ein frecher Hohn überdies, wenn Wilson sagt: „Die Völker sind an die Unabhängigkeit nicht gewöhnt u. jetzt müssen sie un- {45} abhängig werden“ – o doch, sie waren bei mehr Fantasie unabhängiger in Monarchien, als die Bürger der westlichen Demokratien, die immer der Morallosigkeit auf Leben u. Tod ausgeliefert waren! Was ist alle angeblich politische Unabhängigkeit gegen die materielle Abhängigkeit in jenen Staaten? — Unter „Freie Bahn dem Fähigsten“ Leitartikel: Auslese der Talente bei den Wahlen!! 3 – also kommt es doch darauf an!? — „Eine Kriegsentschädigung von 470 Milliarden Frank 4 von Gothein. — Ueber die Rede des Präsidenten Wilson in Rom. 5 — Beabsichtigte Verhandlungen Masaryks mit Deutschland. 6 — Polemik wider Masaryk. 7 Bourgois für die Gründung des Völkerbundes, doch freilich nicht ohne Deutschland zuvor durch Ausschaltung zu strafen. 8 — Selbstmord eines Bergdirektors Jokesch in Kattowitz; 9 eines der erhebendsten Beispiele menschlichen Idealismus: er wolle lieber sterben, um die Arbeiter zu belehren, daß sie Unmögliches fordern; er bitte die Arbeiter, die Beamten nicht zu mißhandeln u. zu vertreiben, da sonst der Betrieb stilliegen u. die Arbeiter u. ihre Familien verhungern müßten – förmlich eine Kreuzigung: der edle Mann stirbt, um durch seinen Tod aufmerksam zu machen, worauf die Arbeiter bei vollständiger Unfähigkeit u. bei Verhetzung durch gewissenlose Schurken nicht kommen würden, nämlich: wie sehr ihr eigenes Loos davon abhängt, daß sie das bleiben was sie sind. — LondonAthen {46} Eisenbahn berührt nicht einen Zoll breit deutschen Boden! 10 Mackensen wird verhaftet u. nach Saloniki überführt! 11 — Kommunistische Ausschreitungen in Ungarn! 12 — „Frau Geschworene“ – eine Notiz. 13 — „N. W. Tgbl.“: trefflicher Aufsatz über den Verhandlungsfrieden; 14 starke Kritik an der sozialdemokratischen Mißwirtschaft unter dem Titel „Neue Aemter“ 15 – das Unerhörteste aber an Marxistischer Indolenz eine Zuschrift vom Staatssekretär für Heereswesen Josef Mayer – es heißt einfach, mit Mißbrauch jenes ominösen „man“ u. „es“, womit die Schuldigen von ihrer Schuld abzulenken pflegen u. lieben: „... kann sich nicht gleich an das Verhältnis der vollkommenen Wehrlosigkeit gewöhnen u. in Deutschland sowohl als in Deutsch-Oesterreich empfindet man es heute schon als einen Mangel, daß von dem einst kraftvollen Auftreten nahezu nichts mehr übrig geblieben ist“ – der Lümmel gibt also zu, einen starken Besitz zu, weshalb wird also von einem „traurigen Erbe“ gesprochen? „Wir haben das gleiche Beispiel an Rußland erlebt u. wir hätten daraus lernen sollen.“ – wer hat denn die Esel daran gehindert? Und nun der Gipfel Marxisischer Frechheit: „Unsere Volksgesamtheit hätte auch im Augenblick der Not mehr Disziplin halten müssen, als es der Fall gewesen.“ Wer ist die „Volksgesamtheit“? Nun spricht er wieder für die Notwendigkeit einer Disziplin, wo er gestern die Armee untergraben mit dem Motto: keine Disziplin! „Wenn einige bescheidenen [sic] Reste unserer alten oesterreichischen Regimenter standgehalten hätten in der Zeit {47} der Not, wäre Deutsch-Böhmen heute nicht von Czecho-Slowaken besetzt . ... von außen wird uns keine Hilfe; wenn wir sie uns nicht selbst bringen, kommt dies dem Aufgeben unseres Volkstums gleich“ 16 – aber, der deutsche Sozialdemokrat denkt ja nicht an Volkstum – seine einzige schöpferische Idee ist ja ein feiges Sich-hinüberretten, wenn er irgendwo Mist abgelagert hat. — Stichwort: „Wie es billiger wurde“. 17 — „Arb. Ztg.“: „Der Weg zum Sozialismus“ 18 – wohl das Frechste das Einlenken, der Versuch, den Arbeiter wieder in die Rolle des Arbeiters zu bringen; freilich, wie das gemacht werden soll, darüber sollen weitere Abhandlungen erst geschrieben werden!

© Transcription Marko Deisinger.

January 5, 1919.

The English colonel replies! He says that he did not authorize the interviewer! Concerning the matter itself: "I myself am of the opinion that we should all now wish to forget the horrors of the war {44} and not be reminded of them." 1 Typical English roguery: he drips poison into the ears of the visitor, – then if he then gets a box on the ear he will become cowardly and be in denial, and more than that: he will ask that everything be forgotten, by which the Englishman understands as: his smell, and his misdemeanor! From an Englishman's standpoint, this would mean to plague the world, according to individual business needs, with all of its pitfalls, murders, bribery, and ravages and then to give a betrayed and damaged mankind opiates so that it would forget these things as quickly as possible until the next round of his crimes is perpetrated. At any rate the Englishman has in his depravity, the likes of which history has not witnessed, gotten as far as verily anaesthetizing mankind when he commits a crime against it. He always knows how to make humanity submissive, so that it will willingly be restrained; the philistine will then say: "I have not done any restraining; he restrained himself." — Wilson speaks in Rome: "The League of Nations as Substitute for the Balance of Power" 2 – American cynicism – where an excess already exists, namely, of foetor britannicus [British stench], a balance of power is of course dispensable – [if only] an execution tribunal could be set up in the League of Nations, an excellent guillotine for those who did not wish to recognize the excess; a rude mockery, moreover, when Wilson says: "The people are not used to independence, and now they must become independent {45} – on the contrary, with greater imagination [you could see that] they were more independent in monarchies than the citizens of Western democracies, who always were exposed to a lack of morality to the point of life and death! Of what use is that supposedly political independence against the material dependency in those states? — Under the title "Free Path for the Ablest," the leading article: screening of talent in the elections!! 3 – so it indeed depends upon this!? — "A War Damages Bill of 470 Billion Francs," 4 by Gothein. — Concerning President Wilson's speech in Rome. 5 Masaryk's intended negotiations with Germany. 6 — Polemic against Masaryk. 7 Bourgeois in favor of the founding of the League of Nations, yet of course not without first punishing Germany by excluding it. 8 — Suicide of Jokisch, the director of a mine in Kattowitz; 9 one of the loftiest examples of human idealism: he would rather die, in order to teach his workers that they were demanding the impossible; he asks the workers not to abuse the officials, or drive them away, since otherwise the firm would cease production and the workers and their families would have to go hungry – verily a crucifixion: the noble man has died so that his death will make the workers understand what might come about as a result of their complete incapacity and through sedition driven by unscrupulous scoundrels: in other words, how much their own fate depends on their remaining what they are. — The train running between London and Athens {46} will not touch an inch's width of German soil! 10 Mackensen is arrested and conveyed to Thessaloniki! 11 — Communist riots in Hungary! 12 — "Madame Jurywoman" – a notice. 13 Neues Wiener Tagblatt : splendid article on the peace negotiations; 14 severe criticism of the social-democrat financial mismanagement, under the title "New Offices" 15 – but the most outrageous statement on Marxist indolence is found in a letter from the Secretary of State for the Military, Josef Mayer – it is simply a case of misusing those ominous words, "one" and "it," with which the those responsible are accustomed to and enjoy evading their responsibility: "[one] cannot immediately get used to the situation of complete disarmament; and in Germany as well as in German-Austria it is already regarded as a shortcoming that practically nothing more is left of a once vigorous presence" – the boor thus admits [that they had] a strong domain, so why does he also speak of a "sad inheritance"? "We have experienced the same example in Russia, and we should have learned from it." – Who has prevented the ass from doing so? And now the peak of Marxian insolence: "Our collective people ought, in the moment of need, to have exercised more discipline than was the case." Who are "the collective people"? Now he speaks again for the need of a discpline, where yesterday he undermined the army with the slogan: no discipline! "When a few modest remains of our old Austrian regiments had stood firm in the time of crisis, {47} German Bohemia would today not be occupied by the Czechoslovaks. ... No help will come to us from without; if we don't bring it to us ourselves, it will amount to the sacrifice of our culture 16 – however, the German social democrat does not think about culture – his only creative idea is indeed a cowardly search for a safe place, if he has deposited dung somewhere. — Headline: "How it Got Cheaper." 17 Arbeiter-Zeitung : "The Path to Socialism" 18 – surely the most insolent is to relent, to attempt to restore the worker again to the role of a worker; how that should be done, of course, is something about which further tracts must first be written!

© Translation William Drabkin.

5. I. 19

Der englische Oberst erwidert! Er habe den Interviewer nicht autorisiert! Zur Sache selbst: „Ich selbst bin der Ansicht, daß wir jetzt alle wünschen, die Gräuel des {44} Krieges zu vergessen u. nicht daran erinnert zu werden.“ 1 Echt englische Schurkerei: Träufelt dem Besucher Gift in die Ohren, – holt er sich dann öffentlich die Ohrfeige, so wird er feig u. leugnet, u. mehr als das: er bittet, man solle alles vergessen, worunter der Engländer versteht: seinen Gestank u. sein Verbrechen! Nach des Engländers Sinn wäre es, die Welt, je nach Geschäftsbedarf, mit allen ihren Tücken, Morden, Bestechungen, Verwüstungen heimzusuchen u. der betrogenen u. geschädigten Menschheit Opiate zu geben, damit sie so rasch als möglich vergesse, bis wieder die Reihe an seine Verbrechen kommt. Ohnehin hat es der Engländer in seiner Verworfenheit, die nicht ihresgleichen in der Geschichte hat, dahin gebracht, die Menschheit förmlich zu anaesthesieren, wenn er an ihr ein Verbrechen begeht. Er weiß immer die Menschheit sich gefügig zu machen, so daß sie sich willig drosseln läßt; der Biedermann sagt dann: Ich habe ja nicht gedrosselt, er ließ sich drosseln. — Wilson redet in Rom: „Der Völkerbund als Ersatz des Gleichgewichtes der Mächte“ 2 – amerikanischer Zynismus – wo es bereits ein Uebergewicht gibt, nämlich des Foetor britanicus [sic], ist freilich ein Mächtegleichgewicht zu entbehren – schafft sich im Völkerbund ein vorzügliches Hinrichtungsorgan, eine treffliche Guillotine für diejenigen, die das Uebergewicht nicht anerkennen wollten; ein frecher Hohn überdies, wenn Wilson sagt: „Die Völker sind an die Unabhängigkeit nicht gewöhnt u. jetzt müssen sie un- {45} abhängig werden“ – o doch, sie waren bei mehr Fantasie unabhängiger in Monarchien, als die Bürger der westlichen Demokratien, die immer der Morallosigkeit auf Leben u. Tod ausgeliefert waren! Was ist alle angeblich politische Unabhängigkeit gegen die materielle Abhängigkeit in jenen Staaten? — Unter „Freie Bahn dem Fähigsten“ Leitartikel: Auslese der Talente bei den Wahlen!! 3 – also kommt es doch darauf an!? — „Eine Kriegsentschädigung von 470 Milliarden Frank 4 von Gothein. — Ueber die Rede des Präsidenten Wilson in Rom. 5 — Beabsichtigte Verhandlungen Masaryks mit Deutschland. 6 — Polemik wider Masaryk. 7 Bourgois für die Gründung des Völkerbundes, doch freilich nicht ohne Deutschland zuvor durch Ausschaltung zu strafen. 8 — Selbstmord eines Bergdirektors Jokesch in Kattowitz; 9 eines der erhebendsten Beispiele menschlichen Idealismus: er wolle lieber sterben, um die Arbeiter zu belehren, daß sie Unmögliches fordern; er bitte die Arbeiter, die Beamten nicht zu mißhandeln u. zu vertreiben, da sonst der Betrieb stilliegen u. die Arbeiter u. ihre Familien verhungern müßten – förmlich eine Kreuzigung: der edle Mann stirbt, um durch seinen Tod aufmerksam zu machen, worauf die Arbeiter bei vollständiger Unfähigkeit u. bei Verhetzung durch gewissenlose Schurken nicht kommen würden, nämlich: wie sehr ihr eigenes Loos davon abhängt, daß sie das bleiben was sie sind. — LondonAthen {46} Eisenbahn berührt nicht einen Zoll breit deutschen Boden! 10 Mackensen wird verhaftet u. nach Saloniki überführt! 11 — Kommunistische Ausschreitungen in Ungarn! 12 — „Frau Geschworene“ – eine Notiz. 13 — „N. W. Tgbl.“: trefflicher Aufsatz über den Verhandlungsfrieden; 14 starke Kritik an der sozialdemokratischen Mißwirtschaft unter dem Titel „Neue Aemter“ 15 – das Unerhörteste aber an Marxistischer Indolenz eine Zuschrift vom Staatssekretär für Heereswesen Josef Mayer – es heißt einfach, mit Mißbrauch jenes ominösen „man“ u. „es“, womit die Schuldigen von ihrer Schuld abzulenken pflegen u. lieben: „... kann sich nicht gleich an das Verhältnis der vollkommenen Wehrlosigkeit gewöhnen u. in Deutschland sowohl als in Deutsch-Oesterreich empfindet man es heute schon als einen Mangel, daß von dem einst kraftvollen Auftreten nahezu nichts mehr übrig geblieben ist“ – der Lümmel gibt also zu, einen starken Besitz zu, weshalb wird also von einem „traurigen Erbe“ gesprochen? „Wir haben das gleiche Beispiel an Rußland erlebt u. wir hätten daraus lernen sollen.“ – wer hat denn die Esel daran gehindert? Und nun der Gipfel Marxisischer Frechheit: „Unsere Volksgesamtheit hätte auch im Augenblick der Not mehr Disziplin halten müssen, als es der Fall gewesen.“ Wer ist die „Volksgesamtheit“? Nun spricht er wieder für die Notwendigkeit einer Disziplin, wo er gestern die Armee untergraben mit dem Motto: keine Disziplin! „Wenn einige bescheidenen [sic] Reste unserer alten oesterreichischen Regimenter standgehalten hätten in der Zeit {47} der Not, wäre Deutsch-Böhmen heute nicht von Czecho-Slowaken besetzt . ... von außen wird uns keine Hilfe; wenn wir sie uns nicht selbst bringen, kommt dies dem Aufgeben unseres Volkstums gleich“ 16 – aber, der deutsche Sozialdemokrat denkt ja nicht an Volkstum – seine einzige schöpferische Idee ist ja ein feiges Sich-hinüberretten, wenn er irgendwo Mist abgelagert hat. — Stichwort: „Wie es billiger wurde“. 17 — „Arb. Ztg.“: „Der Weg zum Sozialismus“ 18 – wohl das Frechste das Einlenken, der Versuch, den Arbeiter wieder in die Rolle des Arbeiters zu bringen; freilich, wie das gemacht werden soll, darüber sollen weitere Abhandlungen erst geschrieben werden!

© Transcription Marko Deisinger.

January 5, 1919.

The English colonel replies! He says that he did not authorize the interviewer! Concerning the matter itself: "I myself am of the opinion that we should all now wish to forget the horrors of the war {44} and not be reminded of them." 1 Typical English roguery: he drips poison into the ears of the visitor, – then if he then gets a box on the ear he will become cowardly and be in denial, and more than that: he will ask that everything be forgotten, by which the Englishman understands as: his smell, and his misdemeanor! From an Englishman's standpoint, this would mean to plague the world, according to individual business needs, with all of its pitfalls, murders, bribery, and ravages and then to give a betrayed and damaged mankind opiates so that it would forget these things as quickly as possible until the next round of his crimes is perpetrated. At any rate the Englishman has in his depravity, the likes of which history has not witnessed, gotten as far as verily anaesthetizing mankind when he commits a crime against it. He always knows how to make humanity submissive, so that it will willingly be restrained; the philistine will then say: "I have not done any restraining; he restrained himself." — Wilson speaks in Rome: "The League of Nations as Substitute for the Balance of Power" 2 – American cynicism – where an excess already exists, namely, of foetor britannicus [British stench], a balance of power is of course dispensable – [if only] an execution tribunal could be set up in the League of Nations, an excellent guillotine for those who did not wish to recognize the excess; a rude mockery, moreover, when Wilson says: "The people are not used to independence, and now they must become independent {45} – on the contrary, with greater imagination [you could see that] they were more independent in monarchies than the citizens of Western democracies, who always were exposed to a lack of morality to the point of life and death! Of what use is that supposedly political independence against the material dependency in those states? — Under the title "Free Path for the Ablest," the leading article: screening of talent in the elections!! 3 – so it indeed depends upon this!? — "A War Damages Bill of 470 Billion Francs," 4 by Gothein. — Concerning President Wilson's speech in Rome. 5 Masaryk's intended negotiations with Germany. 6 — Polemic against Masaryk. 7 Bourgeois in favor of the founding of the League of Nations, yet of course not without first punishing Germany by excluding it. 8 — Suicide of Jokisch, the director of a mine in Kattowitz; 9 one of the loftiest examples of human idealism: he would rather die, in order to teach his workers that they were demanding the impossible; he asks the workers not to abuse the officials, or drive them away, since otherwise the firm would cease production and the workers and their families would have to go hungry – verily a crucifixion: the noble man has died so that his death will make the workers understand what might come about as a result of their complete incapacity and through sedition driven by unscrupulous scoundrels: in other words, how much their own fate depends on their remaining what they are. — The train running between London and Athens {46} will not touch an inch's width of German soil! 10 Mackensen is arrested and conveyed to Thessaloniki! 11 — Communist riots in Hungary! 12 — "Madame Jurywoman" – a notice. 13 Neues Wiener Tagblatt : splendid article on the peace negotiations; 14 severe criticism of the social-democrat financial mismanagement, under the title "New Offices" 15 – but the most outrageous statement on Marxist indolence is found in a letter from the Secretary of State for the Military, Josef Mayer – it is simply a case of misusing those ominous words, "one" and "it," with which the those responsible are accustomed to and enjoy evading their responsibility: "[one] cannot immediately get used to the situation of complete disarmament; and in Germany as well as in German-Austria it is already regarded as a shortcoming that practically nothing more is left of a once vigorous presence" – the boor thus admits [that they had] a strong domain, so why does he also speak of a "sad inheritance"? "We have experienced the same example in Russia, and we should have learned from it." – Who has prevented the ass from doing so? And now the peak of Marxian insolence: "Our collective people ought, in the moment of need, to have exercised more discipline than was the case." Who are "the collective people"? Now he speaks again for the need of a discpline, where yesterday he undermined the army with the slogan: no discipline! "When a few modest remains of our old Austrian regiments had stood firm in the time of crisis, {47} German Bohemia would today not be occupied by the Czechoslovaks. ... No help will come to us from without; if we don't bring it to us ourselves, it will amount to the sacrifice of our culture 16 – however, the German social democrat does not think about culture – his only creative idea is indeed a cowardly search for a safe place, if he has deposited dung somewhere. — Headline: "How it Got Cheaper." 17 Arbeiter-Zeitung : "The Path to Socialism" 18 – surely the most insolent is to relent, to attempt to restore the worker again to the role of a worker; how that should be done, of course, is something about which further tracts must first be written!

© Translation William Drabkin.

Footnotes

1 T. Cunningham, "Die Anklagen gegen die deutsche Kriegführung," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 1.

2 "Der Völkerbund als Ersatz des Gleichgewichtes der Mächte. Eine Rede Wilsons in Rom," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 1.

3 "Freie Bahn den Fähigsten. Die Auslese der Talente in den Wahlen," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 1.

4 Georg Gothein, "Eine Kriegsentschädigung von 470 Milliarden Francs. Pichons Forderungen und die Unmöglichkeit ihrer Erfüllung," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 2.

5 "Eine Rede des Präsidenten Wilson in Rom. Ueber den Völkerbund," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 3.

6 "Beabsichtigte Verhandlungen Masaryks mit den Deutschen," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 3–4.

7 "Für Deutschböhmens Recht," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 4.

8 "Das Programm für die Gründung des Völkerbundes," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 4.

9 "Der Streik in Oberschlesien. Selbstmord eines Bergdirektors," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 5.

10 "Entente-Eisenbahnpläne," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 5.

11 "Die Ueberführung des Generalfeldmarschalls v. Mackensen nach Saloniki," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 6.

12 "Schwere kommunistische Ausschreitungen im Salgo-Tarjaner Kohlenrevier," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 6.

13 "Frau Geschworene," in: Neue Freie Presse, No. 19528, January 5, 1919, morning edition, p. 8.

14 "Verhandlungsfrieden," in: Neues Wiener Tagblatt, No. 5, January 5, 1919, 53rd year, pp. 1-2.

15 "Neue Aemter," in: Neues Wiener Tagblatt, No. 5, January 5, 1919, 53rd year, p. 2

16 Josef Mayer, "Uebergang und Wehrmacht," in: Neues Wiener Tagblatt, No. 5, January 5, 1919, 53rd year, p. 2.

17 "Wie es ‚billiger' wurde," in: Neues Wiener Tagblatt, No. 5, January 5, 1919, 53rd year, p. 8.

18 "Der Weg zum Sozialismus. Politische und soziale Revolution," in: Arbeiter-Zeitung, No. 5, January 5, 1919, 31st year, pp. 1-2.