19. -1°, sehr schön.

— An Sophie Kistchen retour. — Von „ U.-E. Halm s Aufsatz 1 in seiner Zeitschrift vom 1.X.; darin eine Nachschrift, worin er mitteilt, daß ihn auf mich ein würtembergischer Seminarlehrer zuerst aufmerksam gemacht habe, aber nicht eine Zeitschrift, ein Berufsmusiker, nicht der Verlag, auch keine Musikalien- {811} handlung! — Lie-Liechen ersteht 10 kg Aepfel für 24 Kronen. — Der Ministerpräsident verstärkt in seiner Antwort an Dr. Adler die Drohung an die Adresse der Feinde. Die Slawengefahr für Deutschland u. Österreich läßt sich nur auf dem Wege der Macht bannen, aber nicht der Vornehmheit; möge nur diese Erfahrung den Deutschen nur nicht Nachteile kosten, die sie vielleicht nie wieder gutmachen könnten. In ihrer rüden Inferiorität werden sich die Slaven nicht einen Augenblick lang besinnen, von der Uebermacht den widrigsten gebrauch [sic] zu machen, sobald sie ihnen nur einmal in die Hand gespielt würde. Verantwortlichkeit vor der Kultur, vor der Menschheit kennen sie ja nicht, sonst würde ihnen ein solches Gefühl schon heute Subordination gegenüber den Deutschen befehlen.

© Transcription Marko Deisinger.

19 -1°, very nice.

— To Sophie little box back. — From " U.-E. " Halm 's article 1 in his magazine from October 1; therein a postscript, wherein he communicates that a seminar teacher from Württemberg drew his attention to me – not another periodical, [not] a professional musician, not the publisher, or a sheet music {811} seller! — Lie-Liechen procures 10 kilos of apples for 24 Kronen. — The Minister-President amplifies in his response to Dr. Adler directing the threat to the address of the enemy. The danger of the Slavs for Germany and Austria can only be averted by virtue of power, but not that of gentility; may only the experience of this not result in disadvantages for the Germans, which they perhaps might never be able to compensate for. In their rude inferiority, the Slavs will not reflect for a single moment before making the most adverse use of their superior forces, as soon as one plays into their hands merely once. They know no responsibility in the face of culture, in the face of humanity, otherwise, even today, such a feeling would command them into subordination towards the Germans.

© Translation Stephen Ferguson.

19. -1°, sehr schön.

— An Sophie Kistchen retour. — Von „ U.-E. Halm s Aufsatz 1 in seiner Zeitschrift vom 1.X.; darin eine Nachschrift, worin er mitteilt, daß ihn auf mich ein würtembergischer Seminarlehrer zuerst aufmerksam gemacht habe, aber nicht eine Zeitschrift, ein Berufsmusiker, nicht der Verlag, auch keine Musikalien- {811} handlung! — Lie-Liechen ersteht 10 kg Aepfel für 24 Kronen. — Der Ministerpräsident verstärkt in seiner Antwort an Dr. Adler die Drohung an die Adresse der Feinde. Die Slawengefahr für Deutschland u. Österreich läßt sich nur auf dem Wege der Macht bannen, aber nicht der Vornehmheit; möge nur diese Erfahrung den Deutschen nur nicht Nachteile kosten, die sie vielleicht nie wieder gutmachen könnten. In ihrer rüden Inferiorität werden sich die Slaven nicht einen Augenblick lang besinnen, von der Uebermacht den widrigsten gebrauch [sic] zu machen, sobald sie ihnen nur einmal in die Hand gespielt würde. Verantwortlichkeit vor der Kultur, vor der Menschheit kennen sie ja nicht, sonst würde ihnen ein solches Gefühl schon heute Subordination gegenüber den Deutschen befehlen.

© Transcription Marko Deisinger.

19 -1°, very nice.

— To Sophie little box back. — From " U.-E. " Halm 's article 1 in his magazine from October 1; therein a postscript, wherein he communicates that a seminar teacher from Württemberg drew his attention to me – not another periodical, [not] a professional musician, not the publisher, or a sheet music {811} seller! — Lie-Liechen procures 10 kilos of apples for 24 Kronen. — The Minister-President amplifies in his response to Dr. Adler directing the threat to the address of the enemy. The danger of the Slavs for Germany and Austria can only be averted by virtue of power, but not that of gentility; may only the experience of this not result in disadvantages for the Germans, which they perhaps might never be able to compensate for. In their rude inferiority, the Slavs will not reflect for a single moment before making the most adverse use of their superior forces, as soon as one plays into their hands merely once. They know no responsibility in the face of culture, in the face of humanity, otherwise, even today, such a feeling would command them into subordination towards the Germans.

© Translation Stephen Ferguson.

Footnotes

1 August Halm, "Heinrich Schenker," Freie Schulgemeinde, October 1, 1917, a clipping of which is preserved in Schenker's scrapbook at OC 2/p. 53.